Von den Protesten im Iran gelangt nur wenig an die Öffentlichkeit. Ärzte schildern jedoch schockierende Szenen – demnach sollen die Leichenhallen in Krankenhäusern überfüllt sein.
Seit mehreren Wochen protestierten tausende Menschen gegen die Wirtschaftskrise und das Regime im Iran. Die Mullahs haben das Internet gekappt. Ihr Ziel: Die Bilder der Proteste sollen vor der Welt verborgen werden. Doch der Plan geht nicht auf: Dank des Satelliten-Internets der Elon-Musk-Firma Starlink gelangen Bilder der Proteste oder Zeugenaussagen an die Öffentlichkeit.
„Die Zahl war so groß, dass im Leichenschauhaus nicht genug Platz war“
Ärzte aus dem Iran haben geschildert, dass die Leichenhallen völlig überfüllt sind. „Die Zahl war so groß, dass im Leichenschauhaus nicht genug Platz war; die Leichen wurden übereinandergestapelt“, berichtet ein Mitarbeiter aus einer Klinik in Teheran gegenüber dem Sender BBC.
Es herrschen in den Krankenhäusern chaotische Zustände. „Gegen Mitternacht wurden die Türen des Zentrums geschlossen. Eine Gruppe brach die Tür auf, warf einen angeschossenen Mann hinein und verschwand. […] Doch es war zu spät – er war bereits vor Erreichen des Krankenhauses gestorben“, schildert ein Arzt.
Viele Patientinnen und Patienten haben vor allem Augenverletzungen, welche von Kugeln am Kopf getroffen wurden. „Ich konnte bei vielen von ihnen gar nicht hinsehen, sie waren zwischen 20 und 25 Jahre alt“, erzählt ein Augenzeuge. Die Kapazitäten in den Kliniken würden für die Anzahl an Verletzten nicht ausreichen.
Die Protestwelle wurde durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst. Zunächst gingen wütende Händler auf die Straße – doch die Demonstrationen haben sich mittlerweile auf das gesamte Land ausgeweitet. Hunderte Demonstranten wurden verletzt oder getötet. Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA meldet, dass über 10.000 Menschen festgenommen wurden. Unterdessen spielte die iranische Führung die Proteste herunter und behauptete, dass es in dem Land ruhig gewesen sei – jedoch sprechen die Bilder, welche in die Welt gelangen, eine andere Sprache.
„Es ist wie in einem Kriegsgebiet, die Straßen sind voller Blut“
Laut Medienberichten wurden mehr als 500 Menschen getötet, laut neuen unbestätigten Informationen kamen über 3.400 Demonstranten ums Leben. Die Sicherheitskräfte hätten mit scharfer Munition geschossen. „Die Lage hier ist sehr, sehr schlimm. […] Es ist wie in einem Kriegsgebiet, die Straßen sind voller Blut. Sie transportieren die Leichen in Lastwagen ab“, sagt eine Quelle gegenüber der BBC.
Das Regime hatte nicht nur das Internet blockiert, sondern auch angekündigt, dass man hart gegen die Demonstranten vorgehen will und jeder als „Feind Gottes“ angesehen werden könnte – darauf steht im Iran die Todesstrafe. Donald Trump (79) hatte den Iran vor der Tötung von Demonstranten gewarnt. „Ich habe ihnen mitgeteilt, dass wir sie hart bestrafen werden, falls sie anfangen, Menschen zu töten, was sie während ihrer Unruhen, die ja häufig vorkommen, gerne tun“, so der US-Präsident.











































