Bei eisigen Temperaturen ohne Licht und Heizung: Zehntausende Menschen sind in Berlin von einem Stromausfall betroffen. Die ehemalige Familienministerin Kristina Schröder sorgt mit einem Post für Verwirrung. Die CDU-Politikerin befürchtet tausende Tote.
Im Südwesten von Berlin geht seit dem 3. Januar 2026 nichts mehr. Rund 45.000 Haushalte sind von einem Stromausfall betroffen. Die Bewohner haben keine Elektrizität und keine Heizung – und das bei eisigen Temperaturen. Während die Menschen in Zehlendorf, Wannsee, Nikolassee und Lichterfelde bei Minusgraden ausharren müssen, schlägt Ex-Familienministerin Kristina Schröder Alarm.
Kristina Schröder war von 2009 bis 2013 Familienministerin unter Angela Merkel. Mit einem Post sorgt die Politikerin für Wirbel. Sie fordert sofortige Maßnahmen der Stadtverwaltung, da sie sonst tausende Tote befürchte. Die CDU-Politikerin bezog sich dabei auf eine frühere Schätzung, wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtet.
Kristina Schröder befürchtet „hunderte bis tausende Todesopfer!“
„Spätestens morgen muss an jedem der betroffenen 35 000 Haushalte in Berlin geklingelt werden mit der Frage, ob und welche Hilfe benötigt wird! Ist dafür genügend Personal da? Falls nicht, Bundeswehr anfordern?? 35.000 Haushalte fünf Tage ohne Strom bedeuten absehbar Hunderte bis Tausende Todesopfer!“, postete die CDU-Politikerin auf der Plattform X. Zahlreiche User reagierten auf den Post irritiert und werfen ihr Panikmache vor.

X / Screenshot
Größter Stromausfall seit Jahrzehnten in Berlin
Rund 100.000 Menschen wurden Opfer des linksextremistischen Brandanschlags auf die Stromversorgung der Hauptstadt. Es handelt sich um den größten Stromausfall seit Jahrzehnten in Berlin. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) machte „offenkundig Linksextreme“ als Täter verantwortlich, welche eine Kabelbrücke über den Teltowkanal in Brand gesetzt haben.
Später wurde ein Bekennerschreiben der „Vulkangruppe“ mit der Überschrift „Den Herrschenden den Saft abdrehen“ veröffentlicht. „Das ist ein menschenverachtender Angriff auf die Berlinerinnen und Berliner, der Menschenleben mutwillig gefährdet“, sagte Innensenatorin Iris Spranger (SPD) gegenüber der „Deutschen Presse-Agentur“.
Eine positive Nachricht gab es in der Nacht zum Sonntag: Die „Thermometer-Siedlung“ in Lichterfelde ist wieder am Netz – rund 7.000 Haushalte haben wieder Strom. Für die Haushalte in Zehlendorf, Nikolassee und Wannsee dauert die Reparatur länger – dort müssen die Menschen noch tagelang ohne Strom und Heizung auskommen. „Für die anderen 35.000 betroffenen Anschlüsse müssen wir davon ausgehen, dass die Reparaturarbeiten bis zum Donnerstagnachmittag, den 8. Januar 2026, andauern werden“, sagt Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey. 17 Schulen bleiben bis Mittwoch geschlossen, es wird eine Notbetreuung angeboten.
Hilfsorganisationen haben mehrere Notunterkünfte für betroffene Menschen eingerichtet – dazu zählen unter anderem das Cole-Sports-Center, die Sporthalle der Zinnowwald Grundschule oder der Bürgersaal im Rathaus Zehlendorf. Im Gemeindehaus der Emmaus-Kirchengemeinde oder dem Matthäus Gemeindehaus am Steglitzer Kreisel können sich Betroffene aufwärmen oder das Handy laden.


















































