Kaum steigen im Sommer die Temperaturen, sind auch Wespen wieder überall unterwegs. Besonders schnell werden die Insekten auf Kuchen, Eis, Fleisch oder zuckerhaltige Getränke aufmerksam. Allerdings sind Lebensmittel längst nicht der einzige Grund, weshalb die Tiere plötzlich auffällig häufig um einen Menschen herumschwirren.
Während Bienen in der Regel nur im äußersten Notfall ihren Stachel einsetzen, können Wespen mehrfach zustechen. Besonders riskant wird es, wenn sich die Tiere bedrängt fühlen. Hektische Bewegungen oder der Versuch, eine Wespe mit der Hand wegzuschlagen, können deshalb dazu führen, dass sie sich verteidigt.
Doch warum werden einige Menschen scheinbar ständig von Wespen angeflogen, während andere weitgehend ihre Ruhe haben? Selbst ohne Limonade, Eis oder andere Leckereien können bestimmte Faktoren dafür sorgen, dass die Insekten Interesse zeigen. Dabei spielen unter anderem Gerüche und weitere körperliche beziehungsweise äußere Einflüsse eine Rolle.
Nicht nur Essen: Diese Dinge ziehen Wespen an
Parfüm und Kosmetik
Vor allem bestimmte Gerüche ziehen Wespen an. Dazu zählen unter anderem Parfüm sowie Kosmetikprodukte wie Haargel, Hautcreme oder Sonnencreme. Die Insekten reagieren besonders auf blumige Düfte, wie das Portal „Petbook“ berichtet. Da Wespen ihren Zuckerbedarf unter anderem mit Blütennektar decken, fühlen sie sich von floralen Aromen angezogen. Auch fruchtige Düfte können eine anziehende Wirkung haben, denn Wespen ernähren sich ebenfalls von reifen Früchten.
Gerüche können Wespen auch warnen
Bestimmte Gerüche können bei Wespen außerdem die Ausschüttung von Alarmstoffen auslösen. Diese chemischen Botenstoffe dienen dazu, andere Wespen in der Umgebung vor einer möglichen Gefahr zu warnen. Das Alarmsignal besteht in der Regel aus einer Kombination verschiedener Duftstoffe.
Eigengeruch
Auch der natürliche Körpergeruch eines Menschen kann Wespen anlocken. Unter Umständen kann dies sogar das Risiko erhöhen, gestochen zu werden. Wissenschaftlich ist jedoch bislang nicht eindeutig geklärt, welche Bestandteile des menschlichen Schweißes oder Körpergeruchs dabei eine entscheidende Rolle spielen.
Angstschweiß zieht Wespen an
Wer bei der Anwesenheit von Wespen in Panik gerät, produziert häufig veränderten Angstschweiß. Die Tiere können diese chemischen Veränderungen wahrnehmen und reagieren unter Umständen mit einer erhöhten Alarmbereitschaft oder einem aggressiveren Verhalten. Darüber hinaus entsteht durch das Zusammenspiel von Schweiß und den natürlichen Hautbakterien ein individueller Körpergeruch, den Insekten wahrnehmen können.
Knallige Farben
Auch auffällige Kleidung kann Wespen anziehen. Laut „Petbook“ nehmen die Insekten insbesondere Gelb- und Grüntöne wahr. Außerdem können sie ultraviolettes Licht sehen, weshalb selbst weiße Kleidungsstücke für sie interessant wirken können. Rot hingegen gilt als unauffällig, da Wespen diese Farbe nicht wahrnehmen können.
Wie kann man sich vor Wespen schützen?
Wer im Restaurant oder Biergarten sitzt, kann Speisen für einen Moment beiseitestellen. Oft verliert die Wespe nach kurzer Zeit das Interesse und fliegt weiter. Greift eine Wespe dennoch die Nähe eines Menschen auf, sollte vor allem Ruhe bewahrt werden. Hektische Bewegungen oder wildes Herumfuchteln können die Tiere zusätzlich provozieren. Landet eine Wespe auf dem Gesicht oder der Kleidung, lässt sie sich vorsichtig und langsam wegschieben. Vom Anpusten ist hingegen abzuraten: Das Kohlendioxid im Atem nehmen Wespen wahr und können es als Warnsignal interpretieren, wodurch das Risiko eines Stichs steigen kann.

















































