Es sieht irgendwie niedlich, aber gleichzeitig ziemlich unbequem aus: Der Hund liegt gemütlich im Körbchen oder auf dem Sofa – und plötzlich ist eine Vorderpfote komplett nach hinten oder unter den Körper geknickt. Bei diesem Anblick dürften sich einige Hundehalter fragen: Tut das nicht weh? Und warum machen Vierbeiner das überhaupt?
Die gute Nachricht: In den allermeisten Fällen steckt dahinter nichts Dramatisches. Was für Menschen nach einer äußerst unbequemen Verrenkung aussieht, kann für einen Hund eine völlig entspannte Liegeposition sein. Einige Vierbeiner knicken ihre Vorderpfoten regelmäßig ein, andere machen es dagegen überhaupt nicht.
Darum knicken Hunde ihre Vorderpfoten beim Liegen ein
Hunde sind bei ihren Schlafpositionen ziemlich erfinderisch. Mal liegen sie zusammengerollt im Körbchen, mal ausgestreckt auf dem Rücken und manchmal verschwinden die Pfoten einfach unter dem Körper. Das Einknicken einer Vorderpfote kann dabei schlicht eine Position sein, die der Hund als besonders bequem empfindet.
Gerade beim Dösen verändern Hunde immer wieder ihre Körperhaltung. Die Vorderbeine werden ausgestreckt, herangezogen oder eben eingeknickt. Solange der Vierbeiner dabei entspannt wirkt, besteht normalerweise kein Grund, ihn aus seiner vermeintlich unbequemen Position zu „befreien“.
Denn was für Menschen unangenehm aussieht, muss sich für einen Hund längst nicht genauso anfühlen. Auch wir schlafen schließlich manchmal mit einem Arm unter dem Kopf oder wachen morgens in einer Position auf, bei der wir uns fragen, wie wir überhaupt so einschlafen konnten.
Auch Wärme und Untergrund können eine Rolle spielen
Wie sich ein Hund hinlegt, hängt auch von seiner Umgebung ab. Auf einem kuscheligen Hundebett kann er eine völlig andere Position bevorzugen als auf Fliesen oder einem Teppich, wie Hundetrainerin Katharina Marioth bei „Petbook“ schreibt. Manche Vierbeiner ziehen Beine und Pfoten besonders dicht an den Körper und machen es sich dadurch möglichst kompakt.
Auch die Temperatur kann beeinflussen, wie ein Hund schläft. Bei kühleren Temperaturen rollen sich viele Tiere stärker zusammen und ziehen ihre Gliedmaßen näher an den Körper. Ist es dagegen warm, sieht man Hunde häufiger lang ausgestreckt auf dem Boden liegen. Und dann gibt es noch einen ganz simplen Grund: Gewohnheit. Genau wie Menschen haben Hunde ihre bevorzugten Schlafpositionen. Wer seinen Vierbeiner häufiger beobachtet, wird schnell feststellen, dass bestimmte Körperhaltungen immer wieder auftauchen.
Bei diesen Anzeichen sollte man genauer hinsehen
Eine abgeknickte Vorderpfote beim gemütlichen Dösen ist also meist völlig harmlos. Entscheidend ist jedoch, was passiert, sobald der Hund wieder aufsteht. Läuft er anschließend ganz normal durch die Wohnung, springt herum und belastet alle vier Beine ohne Probleme, spricht vieles dafür, dass die ungewöhnliche Pfotenhaltung lediglich bequem für ihn war.
Anders sieht es aus, wenn plötzlich weitere Auffälligkeiten dazukommen. Humpelt der Hund, schont ein Vorderbein, leckt ständig an einer bestimmten Stelle oder reagiert empfindlich auf Berührungen, sollte man genauer hinschauen. Auch Schwellungen oder sichtbare Verletzungen gehören abgeklärt.
Besondere Aufmerksamkeit ist gefragt, wenn der Hund nicht nur beim Liegen, sondern auch beim Stehen oder Laufen mit dem Pfotenrücken aufsetzt oder die Pfote nicht selbstständig wieder richtig positioniert. Das ist nicht mit einer gemütlich eingeknickten Schlafpfote gleichzusetzen und kann unter anderem auf neurologische oder orthopädische Probleme hindeuten. In einem solchen Fall sollte ein Tierarzt die Ursache abklären.
Die verrücktesten Schlafpositionen sind oft völlig harmlos
Wenn der Hund also friedlich schlummert und dabei seine Vorderpfote merkwürdig einknickt, muss man sich normalerweise keine Sorgen machen. Solange er nach dem Aufstehen normal läuft und keine Beschwerden zeigt, hat er höchstwahrscheinlich einfach eine Position gefunden, die für ihn besonders gemütlich ist. Und mal ehrlich: Wer einen Hund zu Hause hat, weiß ohnehin, dass Vierbeiner beim Schlafen manchmal Positionen einnehmen, bei denen man sich als Mensch nur wundern kann.
Quellen: Petbook
















































