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Weltkatzentag am 8. August: 8 ungewöhnliche Fakten, die Katzen so einzigartig machen

Katzen
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Katzen begleiten den Menschen seit Jahrtausenden – und trotzdem bergen die Samtpfoten noch so manches Geheimnis. Passend zum Weltkatzentag am 8. August lohnt sich deshalb ein Blick auf einige ihrer ungewöhnlichsten Eigenschaften.

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Dass Katzen hervorragend hören, viel schlafen und erstaunliche Kletterkünstler sind, dürfte den meisten Katzenhaltern bekannt sein. Doch warum können Katzen beispielsweise kaum Süßes schmecken? Weshalb passt ihr Körper durch scheinbar unmögliche Öffnungen? Und warum tragen sie ein einzigartiges Muster direkt auf der Nase? Acht ungewöhnliche Fakten über Katzen sorgen für Überraschungen.

8 ungewöhnliche Fakten über Katzen

Der Nasenabdruck einer Katze ist einzigartig

Nicht nur Menschen besitzen individuelle körperliche Merkmale. Auch die Nase einer Katze weist ein charakteristisches Muster aus kleinen Erhebungen und Vertiefungen auf. Dieses unterscheidet sich von Tier zu Tier. Der Nasenabdruck wird deshalb gerne mit dem menschlichen Fingerabdruck verglichen. Für den Alltag spielt das zwar kaum eine Rolle – es zeigt jedoch, wie individuell eine Katze selbst bis ins kleinste Detail ist.

Katzen können Süßes kaum schmecken

Ein Stück Kuchen dürfte bei den meisten Katzen schon wegen seiner Konsistenz wenig Begeisterung auslösen. Doch es gibt noch einen anderen Grund: Katzen können den Geschmack „süß“ praktisch nicht so wahrnehmen wie Menschen. Der Grund liegt in ihren Genen. Katzen fehlt ein funktionierender Teil des Rezeptors, der für die Wahrnehmung süßer Geschmacksstoffe notwendig ist. Als sogenannte obligate Fleischfresser sind sie evolutionär ohnehin auf eine überwiegend tierische Ernährung spezialisiert. Wenn eine Katze dennoch großes Interesse an Eis, Kuchen oder anderen Süßspeisen zeigt, muss das deshalb nicht am Zucker liegen. Andere Bestandteile wie Fett oder Eiweiß können für sie wesentlich interessanter sein.

Katzen können ihre Ohren unabhängig voneinander bewegen

Plötzlich drehen sich die Ohren der Katze in unterschiedliche Richtungen, obwohl der Rest des Körpers völlig ruhig bleibt. Dahinter steckt ein beeindruckendes System zahlreicher Muskeln. Katzen können ihre Ohren unabhängig voneinander ausrichten und dadurch Geräuschquellen äußerst präzise lokalisieren. Das ist besonders für einen Jäger von Vorteil: Die Katze muss nicht einmal ihren Kopf bewegen, um herauszufinden, aus welcher Richtung ein verdächtiges Geräusch kommt. Die Ohren dienen außerdem der Kommunikation. Ihre Stellung kann unter anderem auf Aufmerksamkeit, Unsicherheit, Angst oder Abwehr hindeuten.

Katzen können nicht einfach rückwärts von einem Baum klettern

Hochkommen ist häufig leichter als herunterkommen. Das gilt zumindest für Katzen auf einem Baum. Ihre Krallen sind so ausgerichtet, dass sie beim Klettern nach oben hervorragenden Halt bieten. Beim kopfüber gerichteten Abstieg funktioniert dieses Prinzip jedoch nicht genauso gut. Deshalb bewegen sich Katzen beim kontrollierten Herunterklettern häufig rückwärts. Gerät eine unerfahrene oder verängstigte Katze weit nach oben, kann genau dieser notwendige Richtungswechsel zum Problem werden. Das erklärt auch, weshalb manche Katzen scheinbar problemlos einen Baum hinaufklettern – und anschließend plötzlich nicht mehr wissen, wie sie wieder herunterkommen sollen.

Katzen besitzen ein zusätzliches „Geruchsorgan“

Manchmal zieht eine Katze nach dem Schnuppern die Oberlippe hoch, öffnet leicht das Maul und sieht für einige Sekunden aus, als wäre sie von einem Geruch völlig entsetzt. Tatsächlich steckt dahinter ein faszinierender Vorgang. Katzen besitzen zusätzlich zur Nase das sogenannte Jacobson- beziehungsweise Vomeronasalorgan. Es befindet sich im Bereich des Gaumens und dient der Wahrnehmung bestimmter chemischer Informationen. Das charakteristische Gesicht dabei wird als Flehmen bezeichnet. Besonders häufig lässt sich dieses Verhalten beobachten, wenn Katzen intensive oder für sie besonders interessante Geruchsspuren untersuchen.

Der Schlüssel entscheidet, ob die Katze durch eine Öffnung passt

„Wo soll diese Katze denn bitte durchpassen?“ Diese Frage dürfte sich so mancher Halter schon gestellt haben. Katzen können ihren Körper erstaunlich stark zusammenziehen und sich durch sehr enge Öffnungen bewegen. Entscheidend ist dabei unter anderem ihr Schulterbereich. Das Schlüsselbein einer Katze ist nicht wie beim Menschen fest mit anderen Knochen des Schultergürtels verbunden. Dadurch bleibt der Körper besonders beweglich. Als grobe Orientierung gilt deshalb häufig der Kopf: Passt dieser durch eine Öffnung, kann bei einer normalgewichtigen Katze oft auch der restliche Körper folgen. Darauf verlassen sollte man sich allerdings nicht – insbesondere Kopf und Schnurrhaare sind kein verlässliches Messinstrument für jede Öffnung.

Katzen trinken anders, als es aussieht

Beim Trinken scheint eine Katze ihre Zunge einfach in den Wassernapf zu stecken. In Wirklichkeit läuft der Vorgang wesentlich raffinierter ab. Die Katze berührt mit der Zungenspitze kurz die Wasseroberfläche und zieht die Zunge anschließend schnell wieder nach oben. Dadurch entsteht eine kleine Flüssigkeitssäule. Im richtigen Moment schließt die Katze ihr Maul und nimmt einen Teil des Wassers auf. Dieser Vorgang wiederholt sich in hoher Geschwindigkeit. Das Zusammenspiel von Bewegung und Schwerkraft ermöglicht es der Katze, Flüssigkeit aufzunehmen, ohne das Gesicht tief ins Wasser tauchen zu müssen.

Katzen können mit ihren Pfoten „schmecken“ – aber anders als gedacht

Katzenpfoten sind weit mehr als nur niedliche Fortbewegungsmittel. An den Pfoten befinden sich unter anderem Schweißdrüsen. Außerdem nehmen Katzen über ihre Pfoten wichtige Informationen über Untergrund, Temperatur und Vibrationen wahr. Der häufig verbreitete Satz, Katzen könnten im eigentlichen Sinne „mit den Pfoten schmecken“, ist allerdings irreführend. Geschmack wird hauptsächlich über Rezeptoren im Maul wahrgenommen. Trotzdem sind die Pfoten hochsensible Sinneswerkzeuge. Sie helfen Katzen dabei, ihre Umgebung zu erkunden und selbst feinste Veränderungen wahrzunehmen. Genau deshalb reagieren manche Samtpfoten ausgesprochen empfindlich darauf, wenn ihre Pfoten angefasst werden.

Katzen bleiben faszinierende Wesen

Ob außergewöhnlicher Geruchssinn, raffinierte Trinktechnik oder eine erstaunliche körperliche Beweglichkeit: Hinter vielen alltäglichen Verhaltensweisen einer Katze stecken Fähigkeiten, die man auf den ersten Blick kaum vermuten würde.

Der Weltkatzentag am 8. August ist deshalb nicht nur eine Gelegenheit, den Samtpfoten besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Er erinnert auch daran, wie komplex die Tiere tatsächlich sind. Selbst wer seit vielen Jahren mit Katzen zusammenlebt, kann immer wieder neue Seiten an ihnen entdecken.

Weltkatzentag erinnert auch an den Tierschutz

Der Weltkatzentag macht gleichzeitig auf den verantwortungsvollen Umgang mit Katzen und den Tierschutz aufmerksam. Denn ein Katzenleben bedeutet mehr als Futter, Wasser und einen gemütlichen Schlafplatz. Die Tiere benötigen Beschäftigung, Rückzugsmöglichkeiten, medizinische Versorgung und ein Umfeld, das ihren Bedürfnissen gerecht wird. Besonders wichtig ist zudem der Blick auf Katzen, die kein Zuhause haben und auf die Unterstützung von Tierheimen und Tierschutzorganisationen angewiesen sind.

Und vielleicht ist genau das eine weitere Besonderheit der Samtpfoten: Katzen können unabhängig und eigensinnig wirken – und gleichzeitig eine erstaunlich enge Beziehung zu Menschen aufbauen.

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