Kürbisse, Kastanien und bunte Blumen: Im Herbst wird die Wohnung gerne passend zur Jahreszeit dekoriert. Doch Hunde- und Katzenhalter sollten genauer hinschauen. Denn zwischen harmloser Herbstdeko können sich einige Dinge verstecken, die für Vierbeiner gefährlich werden.
Vor allem neugierige Tiere knabbern gerne an Pflanzen oder spielen mit Kastanien und Eicheln. Deshalb sollte man wissen, welche Herbstklassiker besser außer Reichweite bleiben.
Zierkürbisse können für Haustiere giftig sein
Kürbisse gehören im Herbst zu den beliebtesten Dekorationen überhaupt. Doch hier kommt es auf die Sorte an: Gewöhnliche Speisekürbisse wie Hokkaido oder Butternut sind grundsätzlich unproblematisch. Bei reinen Zierkürbissen ist dagegen Vorsicht angesagt.
Sie können sogenannte Cucurbitacine enthalten. Diese giftigen Bitterstoffe können bei Hunden und Katzen unter anderem Erbrechen, Durchfall und andere Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Deshalb sollten Zierkürbisse in einem Tierhaushalt so aufgestellt werden, dass neugierige Vierbeiner nicht daran knabbern können.
Vorsicht gilt auch bei selbst angebauten Kürbissen: Durch Kreuzungen können eigentlich essbare Pflanzen wieder Bitterstoffe bilden. Schmeckt ein Kürbis auffällig bitter, darf er nicht gegessen oder an Tiere verfüttert werden.
Chrysanthemen sind für Hunde und Katzen giftig
Anders sieht es bei Chrysanthemen aus. Die farbenfrohen Blumen gehören zu den beliebtesten Pflanzen im Herbst, gelten für Hunde und Katzen jedoch als giftig.
Nach dem Verzehr können Erbrechen, Durchfall und verstärkter Speichelfluss auftreten. Auch Koordinationsprobleme und Hautreaktionen sind möglich. Wer Haustiere hat, sollte Chrysanthemen deshalb besser außerhalb ihrer Reichweite aufstellen.
Herbstzeitlose kann besonders gefährlich werden
Deutlich ernster ist eine Vergiftung mit der Herbstzeitlosen. Die Pflanze enthält Colchicin und kann sowohl für Hunde als auch für Katzen hochgiftig sein.
Mögliche Folgen reichen von schwerem Erbrechen und Durchfall bis zu Kreislaufproblemen, Knochenmarkschäden und Schädigungen mehrerer Organe. Eine Herbstzeitlose hat deshalb in erreichbarer Haustier-Deko nichts verloren.
Kastanien und Eicheln besser nicht herumliegen lassen
Kastanien und Eicheln werden gerne gesammelt und anschließend als natürliche Herbstdekoration verwendet. Vor allem für Hunde können sie jedoch zum Problem werden.
Eicheln enthalten Gerbstoffe, die unter anderem Magen-Darm-Beschwerden auslösen können. Auch Kastanien können Beschwerden verursachen. Hinzu kommt bei beiden die mechanische Gefahr: Werden sie im Ganzen verschluckt, können sie im schlimmsten Fall den Verdauungstrakt blockieren.
Bei Pilzen gilt: Finger weg!
Pilze passen perfekt zur herbstlichen Dekoration – selbst gesammelte Exemplare sollte man in einem Tierhaushalt jedoch besser draußen lassen. Einige Pilzarten sind hochgiftig und für Laien teilweise nur schwer von ungefährlichen Arten zu unterscheiden.
Auch bei Herbststräußen lohnt sich ein genauer Blick. Besonders Katzenhalter sollten darauf achten, dass sich keine giftigen Pflanzen darin befinden. Grundsätzlich gilt: Nur weil eine Pflanze hübsch aussieht oder aus der Natur stammt, bedeutet das nicht automatisch, dass sie für Haustiere ungefährlich ist.
Hat ein Hund oder eine Katze möglicherweise eine giftige Pflanze, Kastanien, Eicheln oder unbekannte Pilze gefressen, sollte man nicht darauf warten, ob Beschwerden auftreten. Im Zweifel sollte möglichst schnell eine Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktiert werden.
Quellen: Eigene Recherche, ASPCA, PDSA, Petbook



















































