Ob Musik, Hörbücher oder Videos: Viele Menschen haben ihre ganz eigenen Rituale, um abends besser einschlafen zu können. Manche lassen dabei sogar das Licht brennen. Doch genau das kann sich negativ auf die Schlafqualität auswirken. Denn der Körper braucht Dunkelheit, um sich optimal auf die Nachtruhe einzustellen.
Ein gemütliches Bett, die Lieblingsserie im Hintergrund oder ein entspannendes Hörbuch: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um nach einem anstrengenden Tag zur Ruhe zu kommen. Während einige Menschen nur bei völliger Dunkelheit einschlafen können, fühlen sich andere mit einer eingeschalteten Lampe wohler.
Doch dauerhaftes Licht im Schlafzimmer ist nicht unbedingt eine gute Idee. Künstliche Beleuchtung kann die innere Uhr durcheinanderbringen und die nächtliche Erholung beeinträchtigen. Dafür gibt es mehrere Gründe.
Darum sollte das Licht beim Einschlafen ausgeschaltet sein
Höhere Stromkosten
Wer die ganze Nacht das Licht brennen lässt, verbraucht unnötig Energie. Zwar benötigen moderne LED-Lampen vergleichsweise wenig Strom, doch auch kleine Beträge können sich über das Jahr summieren. Besonders bei älteren Leuchtmitteln kann der zusätzliche Verbrauch ins Gewicht fallen.
Unruhiger Schlaf
Helligkeit kann den Schlaf stören. Besonders empfindliche Menschen reagieren auf Lichtquellen im Schlafzimmer und wachen dadurch möglicherweise häufiger auf. Auch Straßenlaternen oder andere Lichtquellen von draußen können die Nachtruhe beeinträchtigen. Ein möglichst dunkler Raum schafft deshalb häufig bessere Voraussetzungen für erholsamen Schlaf.

Der Schlaf-Wach-Rhythmus gerät durcheinander
Dunkelheit spielt eine wichtige Rolle für die körpereigene Produktion des Schlafhormons Melatonin. Dieses signalisiert dem Körper, dass es Zeit zum Schlafen ist. Künstliches Licht kann die Ausschüttung von Melatonin unterdrücken oder verzögern. Besonders kurzwelliges, blauhaltiges Licht von Smartphones, Fernsehern und anderen Bildschirmen kann diesen Effekt verstärken. Das bedeutet allerdings nicht, dass bei eingeschaltetem Licht grundsätzlich kein Tiefschlaf möglich ist. Die Schlafqualität kann jedoch darunter leiden.
Der Körper kommt schlechter zur Ruhe
Auch während des Schlafens reagiert der Körper auf seine Umgebung. Studien deuten darauf hin, dass bereits mäßige künstliche Beleuchtung während der Nacht bestimmte körperliche Stressreaktionen begünstigen kann. Dazu gehören Veränderungen der Herzfrequenz und der Regulation des Blutzuckers. Die Behauptung, dass Licht automatisch zu einer erhöhten Adrenalinausschüttung führt, ist allerdings zu pauschal. Entscheidend sind unter anderem die Helligkeit, die Lichtfarbe und die individuelle Empfindlichkeit.
Ein kleines Nachtlicht ist nicht grundsätzlich problematisch
Völlige Dunkelheit ist nicht für jeden Menschen angenehm. Wer nachts eine Orientierungshilfe benötigt, muss deshalb nicht zwangsläufig darauf verzichten. Ein schwaches, warmes Nachtlicht ist in der Regel die bessere Wahl als eine helle Deckenlampe.
Auch Verdunkelungsvorhänge können helfen, störende Lichtquellen von draußen abzuschirmen. Grundsätzlich gilt: Je weniger helles Licht während der Nacht auf den Körper einwirkt, desto günstiger sind meist die Bedingungen für einen erholsamen Schlaf.
Quellen: Studie im Fachjournal PNAS (2022), National Institutes of Health (NIH)


















































