Videos laden nur schleppend, Webseiten brauchen eine Ewigkeit und beim Streaming bleibt plötzlich das Bild stehen: Langsames WLAN kann ziemlich nervig sein. Dabei muss nicht unbedingt der Internetanbieter schuld sein. Manchmal reicht schon ein einziger Gegenstand in der Wohnung aus, um das WLAN-Signal erheblich zu beeinträchtigen.
Ob im Homeoffice, beim Streamen oder beim Surfen auf dem Smartphone: Eine stabile Internetverbindung gehört für viele Menschen längst zum Alltag. Doch selbst bei einem schnellen Internetanschluss kann das WLAN immer wieder Probleme bereiten. Was viele nicht wissen: Oft liegt die Ursache direkt in den eigenen vier Wänden.
Dieser Gegenstand kann das WLAN erheblich stören
Ein besonders ungünstiger Platz für den WLAN-Router ist direkt hinter dem Fernseher. Viele Menschen verstecken das Gerät dort, damit es im Wohnzimmer nicht auffällt. Doch genau das kann die Internetverbindung verschlechtern.
Der Grund: Fernseher enthalten metallische Bauteile, die Funkwellen abschwächen oder reflektieren können. Steht der Router unmittelbar dahinter, kann das WLAN-Signal bestimmte Bereiche der Wohnung schlechter erreichen. Auch andere elektronische Geräte in unmittelbarer Nähe können unter bestimmten Umständen Störungen verursachen.
Besonders problematisch wird es, wenn der Router zusätzlich in einem geschlossenen Schrank steht. Möbel, Wände und andere Hindernisse können die Reichweite des WLANs weiter reduzieren.

Auch diese Haushaltsgeräte können das WLAN ausbremsen
Nicht nur der Fernseher kann zum Problem werden. Auch Mikrowellen gehören zu den möglichen Störquellen. Sie arbeiten mit einer Frequenz von etwa 2,45 Gigahertz und können während des Betriebs das 2,4-Gigahertz-WLAN beeinträchtigen.
Ähnliches gilt für manche ältere Bluetooth-Geräte und andere Funktechnik. Besonders in Mehrfamilienhäusern können sich zudem zahlreiche WLAN-Netzwerke gegenseitig beeinflussen, wenn sie dieselben Funkkanäle nutzen.
Wo sollte der WLAN-Router am besten stehen?
Für einen möglichst guten Empfang sollte der Router frei und möglichst zentral in der Wohnung aufgestellt werden. Ideal ist eine erhöhte Position, beispielsweise auf einem Regal. Direkt neben großen Metallgegenständen, hinter dem Fernseher oder in geschlossenen Schränken ist der Router dagegen schlecht aufgehoben.
Auch ein Wechsel vom 2,4-Gigahertz- auf das 5-Gigahertz-Frequenzband kann helfen. Letzteres bietet häufig höhere Geschwindigkeiten und ist weniger überlastet, hat allerdings eine geringere Reichweite durch Wände.
Bevor ein neuer Internetvertrag abgeschlossen oder ein teurer WLAN-Verstärker gekauft wird, lohnt sich ein Blick auf den Standort des Routers. Schon wenige Meter können einen spürbaren Unterschied machen.


















































