Diese Gehälter haben es in sich! Die ARD hat die Bezüge ihrer Spitzenverdiener veröffentlicht. Einige Senderchefs kassieren mehrere Hunderttausend Euro jährlich. An der Spitze steht inzwischen ein neuer Name. Zwischen den einzelnen Intendanten gibt es allerdings erhebliche Unterschiede.
Während beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk immer wieder über Sparmaßnahmen und die Finanzierung diskutiert wird, sorgt eine neue Gehaltsübersicht für Aufmerksamkeit. Die ARD hat offengelegt, wie viel ihre Führungskräfte im Jahr 2025 verdient haben. Dabei zeigt sich: An der Spitze des Rankings hat es einen Wechsel gegeben.
SWR-Chef Kai Gniffke verdient mehr als 400.000 Euro
Wie das Medienmagazin „DWDL“ berichtet, ist Kai Gniffke inzwischen der Spitzenverdiener unter den ARD-Intendanten. Der SWR-Chef erhielt 2025 ein Grundgehalt von 392.530 Euro. Einschließlich Sachbezügen und Aufwandsentschädigungen waren es sogar 400.589 Euro. Das entspricht rechnerisch mehr als 33.000 Euro monatlich.
Zuvor hatte der ehemalige WDR-Intendant Tom Buhrow die Gehaltsliste angeführt. In seinem letzten Amtsjahr 2024 erhielt er insgesamt 453.500 Euro. Seine Nachfolgerin Katrin Vernau kommt dagegen auf 359.500 Euro. Damit liegt ihre jährliche Vergütung rund 94.000 Euro unter der ihres Vorgängers.

Auch andere ARD-Chefs verdienen stattliche Summen. BR-Intendantin Katja Wildermuth erhielt 348.074 Euro. MDR-Chef Ralf Ludwig kam auf 294.015 Euro. Yvette Gerner von Radio Bremen lag mit 294.001 Euro nur knapp dahinter.
Diese ARD-Intendanten bekommen weniger Geld
Deutlich geringer fallen die Bezüge bei einigen anderen Rundfunkanstalten aus. RBB-Intendantin Ulrike Demmer erhielt 233.925 Euro, während Martin Grasmück vom Saarländischen Rundfunk auf 246.801 Euro kam. HR-Chef Florian Hager verdiente insgesamt 267.171 Euro.
Bemerkenswert ist auch das Einkommen von ARD-Programmdirektorin Christine Strobl. Ihr Grundgehalt lag bei 284.827 Euro. Mit zusätzlichen Leistungen summierte sich ihre Vergütung auf 304.530 Euro. Damit verdient sie sogar mehr als mehrere Intendanten.
Die veröffentlichten Beträge umfassen neben den eigentlichen Gehältern teilweise weitere Leistungen, darunter geldwerte Vorteile durch Dienstwagen oder Bahncards. Über die Vergütung der Führungskräfte entscheiden die zuständigen Aufsichtsgremien.
Wer legt die Gehälter eigentlich fest?
Wie die „Bild“ berichtet, können die Intendanten ihre Gehälter nicht selbst festlegen. Darüber entscheiden die Aufsichtsgremien der jeweiligen Rundfunkanstalten, meist der Verwaltungsrat. Auch Mitglieder der Geschäftsleitung und viele Hauptabteilungsleiter werden außertariflich bezahlt. Für tariflich angestellte Mitarbeiter gelten dagegen Vereinbarungen zwischen den Sendern und Gewerkschaften. Wie hoch ihr Gehalt ausfällt, hängt unter anderem von der Tätigkeit, der Verantwortung und der Berufserfahrung ab.
Die neue Übersicht macht deutlich: Auch wenn die Gehälter unterschiedlich hoch ausfallen, verdienen zahlreiche ARD-Führungskräfte weiterhin mehrere Hunderttausend Euro im Jahr.


















































