Warum heißt es eigentlich „Wiesn“? Weshalb beginnt das Oktoberfest schon im September? Und wie viele Millionen Maß Bier gehen über die Tresen? KUKKSI hat spannende, kuriose und überraschende Fakten über das größte Volksfest der Welt zusammengetragen.
Wenn in München wieder „O’zapft is!“ durch das Festzelt schallt, herrscht Ausnahmezustand in der bayerischen Landeshauptstadt. Millionen Menschen strömen jedes Jahr auf die Theresienwiese. Das Oktoberfest blickt dabei auf eine mehr als 200 Jahre alte Geschichte zurück: Seinen Ursprung hat das Spektakel im Jahr 1810.
10 unglaubliche Fakten zum Oktoberfest
Woher kommt eigentlich der Name „Wiesn“?
Ganz einfach: Das Oktoberfest findet auf der Theresienwiese statt – und die nennen die Münchner schlicht „Wiesn“. Ihren Namen verdankt die Fläche Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Sie heiratete am 12. Oktober 1810 den späteren König Ludwig I. Die Hochzeitsfeierlichkeiten gelten als Geburtsstunde des Oktoberfests.
Wie kommt man am besten zum Oktoberfest?
Mit dem Auto zur Wiesn? Keine besonders gute Idee. Parkplätze sind knapp und spätestens nach einer Maß Bier sollte der Wagen ohnehin stehen bleiben. Deutlich entspannter geht es mit Bus und Bahn. Die U4 und U5 halten direkt an der Theresienwiese, mit U3 und U6 geht es bis zum Goetheplatz. Auch von der S-Bahn-Station Hackerbrücke ist das Festgelände bequem zu Fuß erreichbar.
Warum heißt es Oktoberfest, obwohl es im September beginnt?
Dahinter steckt vor allem das Wetter. Bereits 1828 gab es den Wunsch, das Fest wegen des häufig ungemütlichen Oktoberwetters vorzuverlegen. Damals wurde der Antrag noch abgelehnt. Seit 1872 startet das Oktoberfest jedoch bereits im September. 1904 legte der Münchner Stadtrat schließlich eine entsprechende Terminregel fest. Heute endet die Wiesn in der Regel am ersten Sonntag im Oktober.
Wie viele Menschen besuchen die Wiesn?
Hier wurde inzwischen sogar ein alter Rekord geknackt: 2023 kamen rund 7,2 Millionen Besucher auf die Theresienwiese – so viele wie nie zuvor. Der vorherige Rekord stammte aus dem Jahr 1985. Zuletzt wurden 2025 rund 6,5 Millionen Gäste gezählt.
Was ist am Wiesn-Bier so besonders?
Auf der Wiesn kommt nicht irgendein Bier ins Glas. Das Oktoberfestbier wird eigens für das Volksfest gebraut und darf nur von sechs Münchner Traditionsbrauereien stammen. Es ist mit rund sechs Prozent Alkohol meist etwas stärker als gewöhnliches Helles. Eine Maß entspricht einem Liter. 2025 wurden nach Schätzung der Festwirte rund 6,5 Millionen Maß ausgeschenkt.
Was wird auf dem Oktoberfest gegessen?
Wer bei der Wiesn nur an Bier denkt, unterschätzt den Appetit der Gäste gewaltig. Hendl, Schweinshaxen, Würstl, Brezn und Ochsen gehören zu den Klassikern. Allein 2025 wurden laut Wiesn-Bilanz mehr als 351.000 Brathendl verkauft. Gleichzeitig haben sich vegetarische und vegane Gerichte längst einen festen Platz auf den Speisekarten erobert.
Wie viele Menschen arbeiten auf der Wiesn?
Hinter dem Mega-Volksfest steckt eine gigantische Maschinerie: Rund 13.000 Menschen arbeiten während des Oktoberfests auf dem Gelände. Besonders beeindruckend ist die Arbeit der Bedienungen. Mehrere schwere Maßkrüge gleichzeitig durch ein rappelvolles Festzelt zu tragen, verlangt Kraft, Geschick und jede Menge Übung.
Wie viele Zelte gibt es auf dem Oktoberfest?
Von riesigen Festhallen bis zu kleineren Zelten und gastronomischen Betrieben gibt es auf der Wiesn eine gewaltige Auswahl. Insgesamt stehen in der Gastronomie rund 120.000 Plätze zur Verfügung. Einige der größten Festzelte bieten mehreren Tausend Menschen gleichzeitig Platz.
Wie viel Geld lassen die Besucher auf der Wiesn?
Ein günstiger Spaß ist das Oktoberfest nicht. Bier, Hendl, Fahrgeschäfte, Souvenirs und vielleicht noch eine neue Lebkuchenherz-Botschaft – da kommt schnell einiges zusammen. Schon vor einigen Jahren lag der gesamte Wirtschaftswert rund um das Oktoberfest inklusive Übernachtungen, Gastronomie und weiteren Ausgaben bei weit über einer Milliarde Euro.
Was landet alles im Wiesn-Fundbüro?
Handys, Geldbörsen und Schlüssel sind fast schon langweilig: Im Fundbüro der Wiesn tauchen regelmäßig deutlich kuriosere Dinge auf. Auch Kleidungsstücke und Schmuck werden abgegeben. 2025 landeten insgesamt rund 4.500 Fundsachen dort, wie die „Bild“-Zeitung schreibt. Und wer nach einem langen Wiesn-Abend plötzlich einen Schuh vermisst, wäre damit definitiv nicht allein.

















































