Der Christopher Street Day in Berlin wurde von einer tödlichen Attacke überschattet. Nun wächst die Sorge vor weiteren Anschlägen. Der CSD in Hamburg soll am kommenden Wochenende dennoch stattfinden – allerdings unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen.
Beim Berliner CSD ist ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Ein Mensch kam ums Leben, mehrere Personen wurden verletzt. Die Sorge ist groß, dass Islamisten weitere Anschläge planen könnten. Der Christopher Street Day in Hamburg soll trotz des Anschlags in Berlin wie geplant stattfinden. Die Sicherheitsmaßnahmen werden jedoch deutlich verstärkt.
„Die Polizei steht fest an der Seite der queeren Community“
„Die Polizei steht fest an der Seite der queeren Community und leistet ihren Beitrag dafür, dass der CSD und alle Veranstaltungen der Pride Week sicher stattfinden können“, betont ein Polizeisprecher laut der „Bild“-Zeitung.
Nach Angaben der Sicherheitsbehörden gibt es derzeit keine konkreten Hinweise auf eine Gefährdung der Veranstaltungen rund um den Hamburger CSD. Die Polizei kündigte an, erneut auf ihr umfassendes Sicherheitskonzept zu setzen. Dazu gehören unter anderem ein verstärkter Schutz entlang der Strecke sowie technische Barrieren, die mögliche Fahrzeug-Angriffe verhindern sollen.
Auch Heiko Teggatz, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), spricht sich in der „Bild“ klar gegen eine Absage aus: „Selbstverständlich kann und soll der CSD stattfinden. Alles andere käme einer Kapitulation gegenüber dem Terrorismus gleich.“

Der Christopher Street Day (CSD) in Hamburg zählt neben Berlin zu den größten Pride-Veranstaltungen Deutschlands. Jedes Jahr gehen rund 250.000 Menschen auf die Straße, um für Vielfalt, Gleichberechtigung und die Rechte der LGBTQIA+-Community zu demonstrieren und gemeinsam ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen.
In den kommenden Wochen finden bundesweit zahlreiche weitere CSD-Veranstaltungen statt. Auch andere Städte verschärfen ihre Sicherheitskonzepte, wie Schleswig-Holsteins Innenministerin Magdalena Finke (CDU) bestätigte. So wollen unter anderem Bonn, Aachen und Hannover ihre Sicherheitsvorkehrungen deutlich ausbauen.

Alexander Dobrindt kündigte eine Überprüfung der Sicherheitskonzepte an
Auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt kündigte bei einer Pressekonferenz am Unglücksort im Berliner Tiergarten, bei der KUKKSI vor Ort war, eine Überprüfung der Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen an. Der Bund befinde sich dazu bereits im Austausch mit den Ländern.















































