Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird es in der ARD-Wahlsendung hitzig. Die Parteivertreter streiten über den Umgang mit der AfD und die Zukunft der Brandmauer. Linken-Chef Luigi Pantisano geht dabei AfD-Chef Tino Chrupalla besonders heftig an.
Das starke Abschneiden der AfD sorgt am Wahlabend für reichlich Diskussionsstoff. In der ARD treffen Vertreter der Parteien aufeinander – und schnell entwickelt sich ein heftiger Schlagabtausch.
„Herr Chrupalla, Sie sind die größte Flachzange, die in Berlin rumläuft“
Luigi Pantisano wirft Tino Chrupalla zunächst ein „dekadentes Leben“ vor und kritisiert auch AfD-Chefin Alice Weidel. Dann wird der Linken-Chef persönlich: „Sie sprechen gern von Flachzangen in Berlin. Herr Chrupalla, Sie sind die größte Flachzange, die in Berlin rumläuft.“ Der ARD-Moderator schreitet daraufhin ein und fordert Luigi Pantisano auf, „ein bisschen die Form zu wahren“.
Tino Chrupalla sieht Brandmauer am Ende
Zuvor hatte Tino Chrupalla das Wahlergebnis als Signal an die anderen Parteien interpretiert. „Die Brandmauer ist abgewählt worden am heutigen Tage – endgültig“, erklärt der AfD-Chef. Auch gegen Bundeskanzler Friedrich Merz teilt er aus. Dieser hatte angekündigt, die AfD halbieren zu wollen. „Das war für uns die Motivation, die CDU zu halbieren. Das ist uns heute gelungen“, sagt Tino Chrupalla.
Gleichzeitig fordert der AfD-Chef die anderen Parteien zu Gesprächen auf. „Ein Gespräch setzt auch kein Ergebnis voraus.“ Deutschland müsse wieder „in die Kommunikation kommen, in den Dialog“. Sollten sich die Parteien weiterhin „hinter der Brandmauer einkasteln“, würden laut Tino Chrupalla „die nächsten Wahlergebnisse noch deutlicher aussehen, auch auf Bundesebene“.
CDU und SPD halten dagegen
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann erteilt einer Zusammenarbeit mit AfD und Linken jedoch eine Absage. „Für uns ist völlig klar: Wir werden mit den Extremen nicht zusammenarbeiten.“ Sie verweist auf den CDU-Beschluss, nicht mit Parteien „extrem links und rechts“ zu kooperieren. Die AfD bezeichnet Franziska Hoppermann als „rechtsextreme Partei“. Der Linken wirft sie unter anderem ein „schweres Antisemitismus-Problem“ vor.
Auch SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf widerspricht Tino Chrupalla: „Die Brandmauer ist nicht abgewählt worden.“ Eine Mehrheit habe schließlich nicht für die AfD gestimmt. Für die Regierungsbildung fordert er deshalb: „Wenn es eine Möglichkeit gibt, eine Mehrheit herbeizuführen, die ohne die AfD auskommt, dann muss die gezogen werden.“ Der schärfste persönliche Angriff des Abends kommt jedoch von Luigi Pantisano – mit seiner „Flachzange“-Attacke gegen Tino Chrupalla.
















































