Nur wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mischt sich Udo Lindenberg in den Wahlkampf ein. Der Musiker richtet einen eindringlichen Appell an seine Fans – und macht dabei unmissverständlich klar, was er von einem Kreuz bei der AfD hält.
Am Sonntag entscheiden die Menschen in Sachsen-Anhalt über die Zusammensetzung des neuen Landtags. Die AfD liegt kurz vor der Wahl in mehreren Umfragen deutlich an der Spitze. Nun meldet sich auch Udo Lindenberg (80) zu Wort.
Auf Instagram appelliert Udo Lindenberg an seine Follower, sich vor der Stimmabgabe genau mit den Programmen der Parteien auseinanderzusetzen. Dass viele Menschen von der Politik enttäuscht oder wütend seien, könne er nachvollziehen. Eine reine Protestwahl hält Udo Lindenberg jedoch für den falschen Weg.
„Am Sonntag ist Wahl, und ja, ich weiß – die Schnauze ist voll. Schnauze voll von Parteien, die seit Jahren erzählen, dass alles besser wird – dabei wird nur alles teurer, Krieg und Krisen überall, und auf nix ist Verlass. Aber deshalb umso wichtiger: check bitte ganz genau, wo du dein Kreuz machst. So Detektiv Coolmann mäßig, mit der großen Lupe aufs Kleingedruckte. Nimm die Sonnenbrille ab und schau dir genau an, was dir versprochen wird: nicht das Plakat, den Spruch, den Wut-Button – sondern das Programm. Weil da steht oft was ganz anderes als auf der Verpackung!“, so Udo Lindenberg.
„Wut ist noch kein Wahlprogramm!! Und ein Protestkreuz kein Feuerlöscher“, schreibt Udo Lindenberg. Wer davon ausgehe, dass mit der AfD alles besser werde, solle sich laut dem Musiker vor allem eine Frage stellen: „Für wen?“
Udo Lindenberg nimmt AfD-Positionen unter die Lupe
In seinem Beitrag beschäftigt sich Udo Lindenberg mit mehreren politischen Themen. Unter anderem geht es um Steuern, Waffenrecht, Grenzkontrollen, Klimaschutz und die Europäische Union. Auch das Thema „Remigration“ greift Udo Lindenberg auf und verweist dabei auf frühere Aussagen des Thüringer AfD-Politikers Björn Höcke.
Am Ende seines Beitrags wird Udo Lindenberg noch einmal besonders deutlich. Wer Deutschland „wirklich liebt“, solle „schwarz rot gold, gelb oder grün oder lila“ wählen, „aber definitiv nicht blau“.
Politische Stellungnahmen sind für Udo Lindenberg nichts Neues. Der Sänger positioniert sich seit Jahren öffentlich gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung. Seit 2022 ist Udo Lindenberg Ehrenbürger seiner Wahlheimat Hamburg.
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt findet am 6. September 2026 statt. Im jüngsten ZDF-Politbarometer lag die AfD bei 40 Prozent, die CDU kam auf 23 Prozent. Umfragen bilden allerdings lediglich die politische Stimmung zum Zeitpunkt der jeweiligen Befragung ab.

















































