TRIGGER-WARNUNG | Dieser Artikel enthält Themen wie Tod oder Trauer, die bei manchen Menschen negative Reaktionen auslösen können. Hilfe bei der Trauerbewältigung erhält man bei der Telefonseelsorge unter den Rufnummern 0800 1110111 oder 0800 1110222.
Sterbende Menschen durchlaufen in der Regel einen Sterbeprozess – vorausgesetzt, der Tod tritt nicht abrupt durch einen Unfall oder einen Herzinfarkt ein. Welche Symptome hat man kurz vor dem Tod und was passiert die letzten 48 Stunden im Körper?
Jedes Leben endet mit dem Tod. Der Sterbeprozess ist sowohl für den Sterbenden als auch für die Angehörigen eine besondere und vor allem emotionale Herausforderung. Und viele fragen sich: Was passiert eigentlich kurz davor im Körper? Das kann aus medizinischer Sicht mittlerweile genau beschrieben werden.
Die meisten Menschen, welche aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses oder einer schweren Krankheit im Sterben liegen, durchlaufen einen Prozess. Dieser kann sich über einen längeren Zeitraum hinziehen. In der Medizin wird der Sterbeprozess in drei Phasen des Sterbens unterteilt. Zwar gibt es nicht bei jedem Menschen die gleichen Symptome – jedoch sind die Anzeichen ähnlich, welche auf ein baldiges Sterben hindeuten. Der Sterbeprozess ist von spezifischen körperlichen Veränderungen gekennzeichnet.
Der Sterbeprozess wird in der Medizin in drei Phasen unterteilt
Bei einer Krankheit beginnt der Sterbeprozess mit der sogenannten Präterminalphase. Die normale Teilnahme am Leben ist zwar noch möglich – jedoch schreitet die Krankheit voran. Die Person kann pflegebedürftig werden – diese Phase kann Monate oder sogar Jahre andauern.
Wenn eine Heilung komplett ausgeschlossen ist, spricht man von der Terminalphase. Die Konzentration lässt größtenteils nach, die Person leidet außerdem unter Atemnot, ist bettlägerig, fühlt sich schwach und auch das Immunsystem ist extrem geschwächt.
Was ist das Todesdreieck im Gesicht?
In der Terminalphase des Sterbeprozesses wird der Sterbende sehr blass – vor allem um Mund und Nase herum. Das wird auch Todesdreieck oder Dreieck des Todes genannt. Die Terminalphase dauert wenige Tage bis etwa eine Woche, bis die Finalphase eintritt.
Die letzten 48 Stunden vor dem Tod
In den letzten 48 Stunden vor dem Tod spricht man von der Finalphase. Die Körperfunktionen lassen weitgehend nach. Der sterbende Mensch spricht kaum noch und schläft viel. Hunger- und Durstgefühl lassen nach und auch der Stoffwechsel fährt herunter, zudem wird die Durchblutung schlechter, die Atmung fällt schwer und die Haut trocknet aus. Zu den weiteren Symptomen zählen die Bildung dunkler Flecken auf der Haut sowie das Einsinken der Augen- und Wangenpartie.
Was ist das sogenannte Todesrasseln?
In der finalen Sterbephase kann es zum sogenannten Todesrasseln kommen. Denn sterbende Menschen können nicht mehr richtig schlucken und husten. Dadurch sammelt sich Schleim im Rachen und den Bronchien. Dies führt zu einem charakteristischen Röcheln der Lunge, wie „t-online“ berichtet. Lunge, Herz, Leber und Niere stellen nach und nach ihre Funktionen ein, der Puls wird schwächer – bis dieser komplett stoppt.
Verwirrtheit und Halluzinationen kurz vor dem Tod
Kurz vor dem Tod kann es zu Verwirrtheit und Halluzinationen kommen. Denn es können Giftstoffe ins Gehirn gelangen, da die Organe nur noch mit wenig Sauerstoff versorgt werden. Der Sterbende scheint abwesend zu wirken, denn das Bewusstsein lässt nach – dennoch bekommen Sterbende mit, was um sie herum passiert.
Den Sterbeprozess erleichtern
Es ist wichtig, dem Sterbenden ein Gefühl der Unterstützung zu geben und zu zeigen, dass er nicht alleine ist. Ferner können folgende Dinge den Sterbeprozess erleichtern: Bei schwerer Atmung den Oberkörper aufrichten, Geduld und Nähe zeigen, die Lippen befeuchten, Extremitäten wärmen, Frischluft und die sterbende Person nicht zur Nahrungsaufnahme zwingen.
Auch wenn der Abschied für die Hinterbliebenen schwerfällt, so ist der Tod für den Sterbenden meist eine Erlösung. Der Prozess kann nicht aufgehalten werden – aber es können Maßnahmen ergriffen werden, um das Leiden zu lindern und die Qualität der letzten Lebensmomente zu verbessern.


















































