Sachsen-Anhalt hat gewählt – und ganz Deutschland blickt auf das Ergebnis. Um Punkt 18 Uhr haben die Wahllokale geschlossen. Nun liegt die erste Prognose zur mit Spannung erwarteten Landtagswahl vor. Vor allem das Abschneiden der AfD und der CDU steht dabei im Fokus.
Knapp 1,7 Millionen Menschen waren am Sonntag aufgerufen, über die Zusammensetzung des neuen Landtags zu entscheiden. Insgesamt standen 15 Parteien zur Wahl. In den 41 Wahlkreisen konnten die Wähler jeweils eine Erststimme für einen Direktkandidaten und eine Zweitstimme für eine Partei vergeben.
Das ist die Prognose um 18 Uhr in Sachsen-Anhalt
- CDU: 18,5 %
- AfD: 44 %
- Linke: 9 %
- SPD: 9 %
- Grüne: 8,5 %
- FDP: 2,5 %
- BSW: 4,8 %
- Sonstige: 3,7 %
Quelle: ZDF / Forschungsgruppe Wahlen
Entscheidend wird in den kommenden Stunden jedoch sein, wie sich die Zahlen mit den ersten Hochrechnungen entwickeln – und welche Mehrheiten im neuen Landtag überhaupt möglich sind.
Hohe Wahlbeteiligung in Sachsen-Anhalt
Bereits im Laufe des Tages hatte sich abgezeichnet, dass die Landtagswahl ungewöhnlich viele Menschen mobilisiert. Bis 12 Uhr hatten 34,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Bei der Landtagswahl 2021 waren es zu diesem Zeitpunkt lediglich 22,4 Prozent.
Am Nachmittag nahm der Andrang weiter zu: Bis 16 Uhr hatten bereits 65,3 Prozent der Wahlberechtigten gewählt. Damit lag die Beteiligung zu diesem Zeitpunkt sogar schon über der Wahlbeteiligung der gesamten Landtagswahl 2021. Damals hatten einschließlich der Briefwähler insgesamt 60,3 Prozent ihre Stimme abgegeben.
AfD ging als Favorit in den Wahlabend
Schon vor der Abstimmung hatte sich eine politische Verschiebung angedeutet. Die AfD um Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lag in den letzten Umfragen deutlich vor der CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. In der letzten ARD-Vorwahlumfrage Ende August erreichte die AfD 42 Prozent, während die CDU bei 22 Prozent lag.
Allerdings hatte Sachsen-Anhalt bereits bei der Landtagswahl 2021 gezeigt, dass Umfragen und tatsächliches Ergebnis deutlich auseinanderliegen können. Damals war vor der Wahl teilweise ein enges Rennen zwischen CDU und AfD erwartet worden. Am Ende gewann die CDU jedoch deutlich mit 37,1 Prozent, während die AfD auf 20,8 Prozent kam.
Die Prognose um 18 Uhr ist außerdem noch kein Wahlergebnis. Sie basiert auf Befragungen von Wählern unmittelbar nach ihrer Stimmabgabe. Erst mit den anschließenden Hochrechnungen fließen tatsächlich ausgezählte Stimmen ein. Bei knappen Mehrheitsverhältnissen könnte deshalb erst im Laufe des Abends feststehen, welche Regierungsoptionen nach der Wahl überhaupt möglich sind.
















































