Alexander Hold ist zurück im Fernsehen! Zum 25-jährigen Jubiläum seiner Gerichtsshow steht der beliebte TV-Richter wieder vor der Kamera. Doch das Comeback war alles andere als selbstverständlich. Nun verrät der 64-Jährige, weshalb die Rückkehr lange auf sich warten ließ und warum er von einem neuen Boom der Gerichtsshows nichts wissen will.
Jahrelang war Alexander Hold (64) eines der bekanntesten Gesichter im deutschen Fernsehen. Mit seiner Gerichtsshow begeisterte er ein Millionenpublikum. Obwohl die Sendung längst nicht mehr mit neuen Folgen auf dem Bildschirm zu sehen war, blieben ihm die Zuschauer treu. Nun gibt es endlich Nachschub!
Beim ProSiebenSat.1-Screening im Juli in Hamburg sprach Alexander Hold über seine Rückkehr. Dabei verriet er, dass vor allem der anhaltende Erfolg der Wiederholungen eine entscheidende Rolle spielte. „Es war sehr naheliegend, nachdem die 2000 alten Folgen hoch und runterlaufen – und das sogar mit steigendem Erfolg. Zum 25-jährigen Jubiläum kamen wir auf die Idee, etwas Neues zu drehen. Auf der anderen Seite ist es für mich natürlich schwierig, das aufgrund meines politischen Engagements zeitlich unter einen Hut zu bekommen“, erzählt der TV-Richter im exklusiven Interview mit KUKKSI.
Alexander Hold musste für sein Comeback eine Lösung finden
Denn neben seiner Fernsehkarriere ist Alexander Hold auch politisch aktiv. Neue Dreharbeiten ließen sich deshalb nicht ohne Weiteres in seinen Terminkalender quetschen. Doch die Verantwortlichen wollten den beliebten TV-Richter unbedingt zurückholen.

„Die Verantwortlichen haben jedoch jahrelang versucht, mir etwas zu präsentieren, was mit meinem Leben vereinbar ist. Irgendwie war es auch immer klar, dass mein Herz fürs Fernsehen schlägt. Mit meiner Arbeit wurde jetzt ein Einklang gefunden. Und nun funktioniert es so, dass ich in den Ferien drehen kann, und damit bin ich fein.“
Gerichtsshows erleben einen Boom? Alexander Hold widerspricht
Gerichtsshows sind wieder gefragt. Doch von einem plötzlichen Comeback des Genres will Alexander Hold nichts wissen. Schließlich hätten seine Sendung und die von Barbara Salesch (76) auch nach vielen Jahren nichts von ihrer Anziehungskraft verloren.
„Ich habe gar nicht den Eindruck, dass ein neuer Boom entstanden ist, sondern vielmehr, dass wir eigentlich nie weg waren. Meine Sendung lief ja durchgehend. Und im Grunde hat auch nach 2013 kein anderes Format auf dem jeweiligen Sendeplatz annähernd die Quoten erreicht, die wir damals mit den Sendungen von Barbara Salesch und mir erzielt haben. Selbst die alten Folgen, die teilweise schon über 20 Jahre alt sind, funktionieren immer noch. Das zeigt, dass dieses Format eine besondere Stärke besitzt“, so Alexander Hold.

Und weiter: „Denn es geht eben nicht nur um die Frage, wer der Täter war, sondern auch darum, das eigene Wertesystem zu hinterfragen und neu zu justieren. Und das funktioniert nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern durch spannende Unterhaltung. Deshalb glaube ich nicht, dass es sich um einen neuen Boom handelt. Vielmehr hat man einfach festgestellt, dass diese Art, Geschichten zu erzählen, nach wie vor funktioniert – und zwar besser als manches, was man zwischenzeitlich ausprobiert hat.“
Der Erfolg macht Alexander Hold stolz
Dass selbst jahrzehntealte Folgen noch immer zahlreiche Zuschauer vor den Fernseher locken, bedeutet dem 64-Jährigen viel. Denn für ihn steckt hinter den Gerichtsshows deutlich mehr als nur spannende Unterhaltung.

„Im Nachhinein betrachtet macht einen das schon ein wenig stolz, weil damit eigentlich belegt ist, dass viele dieses Format zu oberflächlich betrachtet haben. Wir erzählen zwar spannende Geschichten, das ist natürlich notwendig, aber wir zeigen eben auch die Suche nach der Wahrheit und nach Gerechtigkeit. Und ich bekomme immer wieder von Menschen zurückgespiegelt, dass sie danach zu Hause sitzen, darüber diskutieren und ihr eigenes Wertesystem hinterfragen und neu justieren. Dass diese älteren Sendungen immer noch so gut funktionieren, ist dafür ein Beleg. Und ja, das freut mich natürlich“, erzählt der TV-Richter.
Für Alexander Hold ist die Rückkehr damit weit mehr als ein nostalgischer Ausflug in seine Fernsehvergangenheit. Er möchte auch mit neuen Geschichten zeigen, weshalb Gerichtsshows selbst nach einem Vierteljahrhundert noch immer funktionieren.
„Richter Alexander Hold – Der Prozess seines Lebens“ zeigt SAT.1 am 26. Oktober 2026 um 20.15 Uhr. Ab dem 27. Oktober 2026 laufen täglich um 18 Uhr die „neuen Fälle“ seiner Gerichtsshow.

















































