Kürbisse gehören im Herbst in zahlreiche Haushalte – als Lebensmittel oder Dekoration. Doch wenn die Früchte zu lange herumliegen und verderben, kann es eine ziemlich unangenehme Überraschung geben: Im Extremfall kann ein Kürbis plötzlich aufplatzen.
Von außen kann ein Kürbis noch einigermaßen normal aussehen, während im Inneren bereits der Verderb begonnen hat. Mikroorganismen breiten sich aus und zersetzen nach und nach das Fruchtfleisch. Dabei verändert sich nicht nur dessen Konsistenz – bei mikrobiellen Abbauprozessen können auch Gase entstehen.
Kann entstehendes Gas nicht ausreichend entweichen, kann sich im Inneren Druck aufbauen. Gleichzeitig wird die Struktur des Kürbisses durch den fortschreitenden Verderb immer instabiler. Im Extremfall gibt die Schale schließlich nach: Sie reißt und der Kürbis platzt auf. Eine spektakuläre „Explosion“ wie im Actionfilm ist damit natürlich nicht gemeint – dennoch kann der Effekt durchaus überraschend sein und vor allem eine ziemliche Sauerei hinterlassen.
Diese Warnzeichen sollte man ernst nehmen
Ganz ohne Vorwarnung passiert der Verderb meistens nicht. Kürbisse, die über längere Zeit als Herbstdekoration herumstehen oder für die spätere Verarbeitung gelagert werden, sollten regelmäßig genauer angesehen werden.
Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) empfiehlt bei der Lagerung unter anderem, auf Druckstellen zu achten und Kürbisse regelmäßig auf mögliche Schäden zu kontrollieren. Weiche oder eingesunkene Stellen können darauf hindeuten, dass die Frucht bereits zu verderben beginnt.
Spätestens bei sichtbarem Schimmel, austretender Flüssigkeit oder einem unangenehmen beziehungsweise fauligen Geruch sollte man aufmerksam werden. Ein deutlich verdorbener Kürbis gehört nicht mehr auf den Teller.
So hält sich ein Kürbis möglichst lange
Für eine längere Lagerung eignen sich vor allem ausgereifte und unbeschädigte Exemplare. Die Schale sollte hart sein und keine größeren Verletzungen aufweisen. Auch ein intakter Stiel ist wichtig, denn beschädigte Stellen können Mikroorganismen eine Eintrittspforte bieten.
Winterkürbisse lagert man laut BZfE am besten trocken, dunkel und kühl. Ideal sind Temperaturen von etwa 10 bis 12 Grad Celsius. Unter geeigneten Bedingungen können einige Sorten mehrere Monate haltbar bleiben. Trotzdem sollte man zwischendurch kontrollieren, ob sich Druckstellen, weiche Bereiche oder andere Veränderungen gebildet haben.

Geschnitzte Halloween-Kürbisse verderben schneller
Besondere Vorsicht gilt bei den typischen Halloween-Kürbissen. Sobald der Kürbis aufgeschnitten, ausgehöhlt und mit einem gruseligen Gesicht versehen wurde, ist seine natürliche Schutzschicht durchbrochen. Feuchtigkeit und Mikroorganismen können dem Fruchtfleisch nun deutlich schneller zusetzen.
Steht der Halloween-Kürbis zusätzlich an einem vergleichsweise warmen Ort, kann der Verfall entsprechend schnell voranschreiten. Wird er weich, riecht unangenehm oder zeigt bereits Schimmel, sollte die Herbstdekoration entsorgt werden.
Dass ein Kürbis plötzlich „explodiert“, ist also kein mysteriöses Herbstphänomen. Dahinter können ganz normale Prozesse des Verderbs stecken. Und wer seine Kürbisse regelmäßig kontrolliert, dürfte von einem unerwarteten „Peng“ normalerweise verschont bleiben.
Quellen: Bundeszentrum für Ernährung (BZfE)



















































