Die strahlend blauen Augen gehören zu den auffälligsten Merkmalen der Heiligen Birma. Doch warum hat ausgerechnet diese Katzenrasse eine so intensive Augenfarbe? Dahinter steckt keine Laune der Natur, sondern die Genetik – und die ist bei Birma-Katzen besonders spannend.
Wer einer Heiligen Birma in die Augen schaut, dürfte eines sofort bemerken: Das kräftige Blau bildet einen auffälligen Kontrast zum hellen Fell und den dunkleren Bereichen an Gesicht, Ohren, Beinen und Schwanz. Tatsächlich hängen diese beiden typischen Merkmale sogar miteinander zusammen.
Ein bestimmtes Gen sorgt für die blauen Augen
Birma-Katzen gehören zu den sogenannten Point-Katzen. Ihre charakteristische Fellzeichnung entsteht durch eine genetisch bedingte Form des Teilalbinismus. Vereinfacht gesagt funktioniert die Bildung des dunklen Farbpigments Melanin bei diesen Katzen temperaturabhängig.
An den wärmeren Körperregionen wird weniger Pigment gebildet – deshalb bleibt das Fell dort vergleichsweise hell. An den kühleren Körperstellen wie Ohren, Gesicht, Pfoten und Schwanz kann sich dagegen mehr Farbe entwickeln. Genau deshalb entstehen die typischen dunkleren „Points“.
Und hier kommen die Augen ins Spiel: Die genetische Besonderheit beeinflusst auch deren Pigmentierung. In der Iris befindet sich nur sehr wenig Pigment. Dadurch wird einfallendes Licht so gestreut, dass die Augen für uns blau erscheinen.
Birma-Kitten kommen fast weiß zur Welt
Besonders faszinierend ist die Entwicklung der kleinen Birma-Katzen. Die Kitten werden zunächst sehr hell beziehungsweise nahezu weiß geboren. Im Mutterleib herrscht schließlich eine gleichmäßig warme Temperatur, weshalb sich die typischen dunklen Points noch nicht ausprägen.
Erst nach der Geburt beginnt sich die charakteristische Fellzeichnung nach und nach zu entwickeln. In den folgenden Wochen werden Gesicht, Ohren, Beine und Schwanz zunehmend dunkler. Bis die endgültige Fellfarbe vollständig ausgeprägt ist, kann sogar deutlich mehr Zeit vergehen.
Die blauen Augen bleiben dagegen ein Leben lang erhalten. Laut Rassestandard der Fédération Internationale Féline (FIFe) sollen die Augen der Heiligen Birma tiefblau sein.

Das Blau ist ein Markenzeichen der Heiligen Birma
Nicht jede blauäugige Katze ist automatisch eine Birma. Bei dieser Rasse gehört die Augenfarbe jedoch fest zum charakteristischen Erscheinungsbild – zusammen mit dem halblangen Fell, der Point-Zeichnung und den berühmten weißen „Handschuhen“ an den Pfoten.
Das intensive Blau sieht also nicht nur wunderschön aus. Es verrät gleichzeitig etwas über die außergewöhnliche Genetik, die hinter dem typischen Aussehen der Heiligen Birma steckt.
Quellen: Eigene Recherche, UC Davis, FIFe

















































