Der Tod von Igho „Tiny“ Ubiribo beschäftigt nun die Behörden in Thailand. Rund ein halbes Jahr nachdem der britisch-nigerianische Influencer nach einer Penisvergrößerung in Bangkok gestorben ist, rückt die behandelnde Klinik in den Fokus. Gesundheitsbehörden prüfen die Einrichtung – und auch die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Beamte haben die Klinik im Zentrum von Bangkok bereits aufgesucht und Unterlagen zu dem Fall zusammengetragen. Unter anderem soll geklärt werden, ob die Einrichtung ordnungsgemäß zugelassen war und bei der Behandlung alle vorgeschriebenen medizinischen Standards eingehalten wurden, berichtet „Euronews“ unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP.
Igho Ubiribo soll dort bereits mehrfach behandelt worden sein
Im Zuge der Untersuchungen kommen nun weitere Einzelheiten ans Licht. Nach Darstellung der Klinikleitung war der 43-Jährige keineswegs zum ersten Mal dort. Igho Ubiribo soll seit 2024 insgesamt fünf Behandlungen zur Penisvergrößerung erhalten haben.
Bei seinem letzten Termin am 5. März 2026 wurden dem Influencer nach Angaben der thailändischen Behörden 40 Milliliter Filler injiziert. Die Klinik erklärte gegenüber den Ermittlern, der behandelnde Arzt habe vorgeschlagen, die Menge auf zwei Termine aufzuteilen. Igho Ubiribo habe jedoch darum gebeten, die Behandlung an einem einzigen Termin vorzunehmen.
Die Einrichtung gibt außerdem an, dass vor den Behandlungen Einverständniserklärungen unterschrieben und anschließend Hinweise zur Nachsorge ausgehändigt worden seien. Ob sämtliche Vorschriften tatsächlich eingehalten wurden, ist nun Gegenstand der behördlichen Prüfung.
Nach der Behandlung klagte Igho Ubiribo über Brustschmerzen
Wenige Stunden nach dem Eingriff verschlechterte sich der Zustand des Influencers dramatisch. Während einer Massage bekam Igho Ubiribo Schmerzen in der Brust und brach zusammen. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus. Noch bevor eine geplante Computertomografie durchgeführt werden konnte, verlor der 43-Jährige das Bewusstsein. Mehr als 100 Minuten versuchten die Ärzte, Igho Ubiribo wiederzubeleben. In den frühen Morgenstunden des 6. März 2026 wurde er schließlich für tot erklärt.
Eine Untersuchung in Großbritannien brachte Monate später Klarheit über die Todesursache. „Die Obduktion und toxikologische Untersuchungen ergaben, dass die Todesursache auf die Hyaluronsäure-Injektion zurückgeht“, heißt es laut „Euronews“ in dem Bericht. Demnach erlitt Igho Ubiribo eine tödliche Lungenembolie.
Thailands Gesundheitsminister Pattana Promphat mahnt angesichts des Falls zu besonderer Vorsicht bei medizinischen Eingriffen. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen auch dem Medical Council vorgelegt werden, der die Einhaltung professioneller medizinischer Standards beurteilen soll.
















































