Bereits nach wenigen Minuten auf dem Laufband färbt sich das Gesicht bei manchen Menschen deutlich rot – während andere selbst nach einer schweißtreibenden Trainingseinheit noch völlig normal aussehen. Doch woran liegt das eigentlich?
Beim Sport darf der Kreislauf ruhig in Schwung kommen. Ein sichtbares Zeichen dafür ist der berühmte „rote Kopf“, bei dem die körperliche Anstrengung förmlich ins Gesicht geschrieben steht. Viele sprechen dabei auch scherzhaft vom „Tomatenkopf“.
Während sportlicher Belastung steigt der Energieverbrauch der Muskeln deutlich an. Dabei produziert der Körper Wärme, die wieder abgegeben werden muss, damit die Körpertemperatur nicht zu stark ansteigt. Dafür erweitert der Organismus die Blutgefäße nahe der Hautoberfläche – besonders im Gesicht. So gelangt mehr warmes Blut an die Haut, wo die überschüssige Wärme leichter an die Umgebung abgegeben werden kann.
Eine leichte Gesichtsrötung beim Sport ist also völlig normal und sogar ein Zeichen dafür, dass die körpereigene Kühlung funktioniert. Doch während einige Menschen lediglich leicht erröten, werden andere bereits nach kurzer Zeit regelrecht knallrot. Medizinisch ist das in den meisten Fällen unbedenklich. Doch welche Faktoren spielen dabei eine Rolle?
Darum werden manche Menschen besonders rot
Trainingszustand
Vor allem bei Menschen, die nur selten Sport treiben, reagiert der Körper häufig stärker auf körperliche Belastung. Herzfrequenz und Blutdruck steigen schneller an, wodurch sich auch die Blutgefäße stärker erweitern. Mit zunehmender Fitness arbeitet der Organismus jedoch effizienter. Die Folge: Obwohl der Körper weiterhin Wärme produziert, fällt die Gesichtsrötung oft weniger stark aus.
Veranlagung
Menschen, die bereits im Alltag bei hohen Temperaturen oder warmer Witterung schnell rote Wangen bekommen, zeigen diese Reaktion häufig auch beim Sport. Bei ihnen fällt die Gesichtsrötung oftmals deutlich stärker aus als bei anderen.
Hauttyp
Auch die Beschaffenheit der Haut spielt eine wichtige Rolle. Bei Menschen mit heller und feiner Haut sind Veränderungen der Durchblutung oft deutlich sichtbarer als bei dunkleren oder kräftigeren Hauttypen. Deshalb tritt die Rötung hier meist schneller und intensiver in Erscheinung.
Gefäße
Wie stark die Blutgefäße auf körperliche Belastung reagieren, ist individuell verschieden. Bei einigen Menschen erweitern sie sich früher oder stärker als bei anderen. Diese Reaktion ist häufig genetisch bedingt und kann von Person zu Person deutlich variieren.
Mögliche krankhafte Ursachen
Hält die Gesichtsrötung über längere Zeit an oder tritt sie unabhängig von körperlicher Anstrengung auf, können auch gesundheitliche Ursachen dahinterstecken. So kann eine dauerhaft gerötete Haut auf Couperose oder Rosazea hinweisen. Dabei handelt es sich um chronische Hauterkrankungen, die häufig mit sichtbaren Gefäßerweiterungen und wiederkehrenden Rötungen einhergehen. Wer solche Veränderungen bei sich bemerkt, sollte sie ärztlich abklären lassen.


















































