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    „Halb totgeschlagen“: Michelle spricht über ihre dramatische Kindheit

    Michelle
    IMAGO / STAR-MEDIA

    Michelle hat im TV über ihre dramatische Kindheit gesprochen. Die Worte der Schlagersängerin gehen unter die Haut. Demnach wurde sie „halb totgeschlagen“.

    Michelle, welche bürgerlich Tanja Gisela Hewer heißt, hat privat wie beruflich schon viel erlebt. Ihre Kindheit war ein andauerndes Tief und die schlimmste Phase in ihrem Leben. Die Musikerin schilderte in der MDR-Talksendung „Riverboat“ schockierende Details.

    „Ich wurde halb totgeschlagen“

    Die Eltern von Michelle waren alkoholabhängig. Sie kam in mehrere Pflegefamilien und lebte teilweise auf der Straße. „Ich wurde halb totgeschlagen“, sagte die Schlagersängerin in der Sendung.

    Die Musik sowie das Schreiben wurden zur Therapie und in Songs wie „Gespräch mit Gott“ habe sie ihren Suizidversuch verarbeitet. „Es hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin“, so die Sängerin. Und weiter: „Du kannst sagen, ‚Es ist alles so schrecklich, ich habe auf der Straße gelebt, ich wurde halb totgeschlagen, meine Mama war Alkoholikerin‘, alles ganz furchtbar, aber am Ende ist es mein Weg und der hat mich einfach zu dem gemacht.“ In den vergangenen Jahrzehnten haben sich im Musikgeschäft viele Freundschaften entwickelt, welche sich über einen langen Zeitraum gefestigt hatten – diese geben der Sängerin einen großen Halt.

    „Bei uns zu Hause waren Gewalt und jegliche Verwahrlosung an der Tagesordnung“

    Bereits im vergangenen Jahr hatte Michelle über Gewalt in ihrer Kindheit gesprochen. „Bei uns zu Hause waren Gewalt und jegliche Verwahrlosung an der Tagesordnung. Ich kann mich an gar keinen glücklichen Moment erinnern. Es gab zwar Weihnachten, aber es war nie schön bei uns. Wir wurden misshandelt und vernachlässigt. Verbal, körperlich, psychisch, physisch“, sagte sie damals im Podcast „MayWay – Promi Deep Talk“.

    Nach schlimmen Pflegefamilien hat Michelle später eine Familie gefunden, in der sie sich wohlfühlte: „Ich lernte eine nette Familie kennen. Ich passte auf die Kinder auf und durfte bei ihnen wohnen. Der Mann hatte eine Band, ich war ständig bei den Proben dabei. Als die Sängerin ausfiel, durfte ich singen und gehörte irgendwann fest dazu. Ich verdiente mein erstes eigenes Geld und fand es cool. So kam eins zum anderen.“

    Bei einem ihrer Auftritte wurde Michelle von Produzentin Kristina Bach entdeckt und landete im Jahr 1993 mit der Single „Und heut‘ Nacht will ich tanzen“ ihren ersten großen Hit. Es war ihr Durchbruch und die Sängerin startete eine erfolgreiche Karriere – insgesamt verkaufte sie 4,5 Millionen Tonträger. Beim „Schlagerbooom“ mit Moderator Florian Silbereisen verkündete Michelle im Jahr 2023, ihre Musikkarriere nach dem Album „Flutlicht“ im Jahr 2026 beenden zu wollen. Zuvor gibt es noch eine Abschiedstournee.

    HINWEIS DER REDAKTION | Du leidest selber an Depressionen oder hast Selbstmord-Gedanken? Dann kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst du anonym und rund um die Uhr Hilfe von Beratern. Einen Überblick über alle Beratungsstellen gibt es auf der KUKKSI Hilfeseite.

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