Ob als Konfitüre, in Kuchen oder als Saftschorle: Rhabarber ist nicht nur lecker, sondern auch total gesund. Dennoch sollte man davon nicht zu viel essen. Das hat auch seine Gründe.
Das Stangengemüse ist total beliebt und schmeckt süß-säuerlich, aber ist gleichzeitig auch total erfrischend – und dazu ist das Gemüse noch total gesund! Dennoch sollte man davon nicht zu viel verzehren. Denn wer es mit dem sauren Gemüse übertreibt, tut seinem Körper keinen Gefallen.
Rhabarber lieber nicht in hohen Mengen essen – das ist der Grund
Rhabarber enthält relativ viel Oxalsäure. Verzehrt man das Gemüse in normalen Mengen, ist es völlig unbedenklich. Übertreibt man es damit jedoch, kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen. Je länger man mit der Rhabarberernte wartet, desto mehr Oxalsäure produziert das Gemüse. Aus dem Grund wird Rhabarber so früh möglich geerntet – das findet meist im Mai oder spätestens Juni statt.
Oxalsäure ist in vielen Lebensmittel enthalten – so ist sie auch in Spinat, Himbeeren oder Erdbeeren zu finden. Sie behindert die Aufnahme wichtiger Mineralstoffe im Körper. Oxalsäure kann der Körper gut ausscheiden. Erst bei einer sehr großen Zufuhr ist die Säure für den Körper schädlich. Langfristig können nämlich die Knochen geschwächt werden, zudem sind Übelkeit oder Kreislaufprobleme nicht ausgeschlossen.
Wer sollte auf das Gemüse verzichten?
Bei Rhabarber befindet sich die Oxalsäure vor allem in den Blättern – deshalb gelten diese als giftig und nicht verzehrbar. Auch in den Stielen ist der Gehalt der Oxalsäure mit 460 Milligramm pro 100 Gramm relativ hoch. Menschen, welche an Nieren- oder Gallenerkrankungen sowie Rheuma, Kalziummangel und Gicht leiden, sollten nur minimale Mengen an Rhabarber verzehren oder im besten Fall ganz darauf verzichten. Auch bei Kindern oder Schwangeren ist Vorsicht geboten. Für gesunde Erwachsene ist der Verzehr von Rhabarber grundsätzlich kein Problem. Dieser sollte aber aufgrund des zu hohen Gehaltes von Oxalsäure niemals roh gegessen werden.
Darum sollte man Rhabarber nicht mehr im August verzehren
Abgesehen von einem hohen Verzehr von Oxalsäure ist Rhabarber extrem gesund und enthält viele Ballaststoffe, Vitamin C, Kalium und antioxidative Pflanzenstoffe. Das Gemüse sollte man jedoch nicht mehr im August verzehren. Die traditionelle Rhabarber-Saison endet meist am 24. Juni, dem Johannistag – danach wird die Pflanze alt und der Gehalt an Oxalsäure steigt in den Stangen rasant an. Das Gemüse schmeckt dann nicht nur bitter, sondern stellt auch eine Belastung für den Körper dar. Zudem sind die Stangen dann sehr holzig und nicht mehr zart. In dem Zeitraum sollte man Rhabarber nur in geringen Mengen verzehren oder im besten Fall bis zum nächsten Frühjahr warten.














































