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Nusseis ohne Nüsse? Bei diesen Sorten wird in der Eisdiele oft geschummelt

Eisdiele
iStock / bmanzurova

Im Sommer sorgt ein Eis bei hohen Temperaturen für die ersehnte Abkühlung. Doch der Blick in die farbenfrohe Auslage trügt oft. Denn bei einigen Eissorten wird in der Eisdiele manchmal getrickst.

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In der warmen Jahreszeit gehört Eis für viele einfach dazu. Allerdings ist der Genuss mittlerweile deutlich teurer geworden. Eine Kugel kostet inzwischen meist zwischen 1,70 und 2,50 Euro, in manchen Eisdielen sogar fast drei Euro. Bei solchen Preisen erwarten Kunden selbstverständlich hochwertige Zutaten. Aufschriften wie „aus eigener Herstellung“ oder „hausgemacht“ sollen genau das vermitteln. Doch dieser Eindruck täuscht mitunter – vor allem bei einigen Eissorten wird häufig geschummelt.

Bei diesen Eissorten wird oft getrickst

Besonders bei Nusseis wird laut dem NDR-Verbrauchermagazin „Markt“ häufig getrickst. Denn oft steckt gar nicht so viel von der Zutat im Eis, wie der Name vermuten lässt. Um Kosten zu sparen, ersetzen viele Hersteller einen Teil der teuren Nüsse durch Aromen.

Auch beim Pistazieneis wird häufig nachgeholfen. Statt eines hohen Pistazienanteils sorgen Aromen wie Bittermandel-Aroma für den typischen Geschmack oder ersetzen die Pistazien teilweise sogar fast vollständig. Damit das Eis außerdem appetitlich aussieht, färben Hersteller es häufig mit pflanzlichen Farbstoffen kräftig grün.

Vanille zählt zu den beliebtesten Eissorten überhaupt – doch auch hier wird mitunter getrickst. Statt echter Vanille kommt teilweise künstlich hergestelltes Aroma zum Einsatz. Selbst die schwarzen Punkte im Eis sind kein verlässliches Qualitätsmerkmal. Für die typische Optik werden manchmal ausgelaugte Vanilleschoten unter die Eismasse gemischt.

So erkennen Verbraucher die Eis-Lüge

Ein echtes Nusseis muss laut den offiziellen Leitsätzen für Speiseeis mindestens fünf Prozent Nüsse enthalten. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Bezeichnung. Steht dort beispielsweise „Eis mit Pistaziengeschmack“ oder „Eis mit Walnussgeschmack“, deutet das darauf hin, dass der Geschmack überwiegend oder ausschließlich durch Aromen erzeugt wird.

„Hausgemacht“ kann vieles bedeuten

Auch Begriffe wie „hausgemacht“ oder „aus eigener Herstellung“ sind kein verlässlicher Hinweis auf handwerklich produziertes Eis. Denn diese Bezeichnungen sind rechtlich nicht geschützt. Sie können alles bedeuten – vom Anrühren eines Fertigpulvers über das Verfeinern einer industriell hergestellten Grundmasse mit Früchten oder Schokolade bis hin zur kompletten Herstellung aus frischen Zutaten.

Die Verbraucherzentrale fordert deshalb mehr Transparenz in Eisdielen. Wer sich über die Zutaten informieren möchte, stößt allerdings häufig an Grenzen. Eisdielen sind grundsätzlich nicht verpflichtet, die vollständigen Zutaten ihrer Eissorten anzugeben. Allergene sowie bestimmte Zusatz- und Farbstoffe müssen jedoch gekennzeichnet werden.

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