Darf ein krankes Haustier ein Grund sein, der Arbeit fernzubleiben? Genau darüber wurde in der ZDF-Diskussionssendung „Unbubble“ kontrovers diskutiert. Auslöser war der Fall eines 25-Jährigen, der nicht zur Arbeit erschien, weil sein Zwergkaninchen krank war. Sein Chef reagierte darauf mit deutlicher Kritik.
Unternehmer Martin Limbeck schilderte in der ZDF-Sendung einen Vorfall aus seinem Unternehmen. Einer seiner Mitarbeiter sei nicht zur Arbeit erschienen, weil sein Zwergkaninchen erkrankt war.
Unternehmer wettert gegen Gen Z
„Ich kann morgen nicht kommen, weil mein Zwergkaninchen krank ist“, erklärte der Angestellte. Sein Chef zeigte dafür keinerlei Verständnis. In der Sendung findet Martin Limbeck deutliche Worte: „Der Junge ist 25, gebildet und er ist so traurig, weil sein Zwergkaninchen krank ist.“
„Ich kann doch nicht das Zwergkaninchen vor meinen Job stellen“
Der Unternehmer kann die Entscheidung seines Mitarbeiters nicht nachvollziehen. „Ich kann doch nicht das Zwergkaninchen vor meinen Job stellen, der dem Zwergkaninchen auch das Futter bezahlt“, sagt er. Der Angestellte habe sich durch die Erkrankung seines Haustieres emotional so belastet gefühlt, dass er sich nicht in der Lage sah, am nächsten Tag als Verkäufer zu arbeiten.
Die Diskussion in der ZDF-Sendung entwickelte sich schnell zu einer Grundsatzdebatte über den Umgang mit psychischer Belastung. „Mentale Gesundheit betrifft alle Generationen, nur sind wir eine Generation, die sehr kommunikativ darüber ist“, sagt Anastasia (28), Gründerin eines Social Start-ups. Darin sieht sie sogar einen Fortschritt. Martin Limbeck widerspricht jedoch deutlich und vertritt die Ansicht, dass viele junge Menschen heute schlechter mit Rückschlägen umgehen könnten: „Ich glaube, dass heute viele Kinder keinen Mangel mehr kennen.“
Auch Nema (27) widerspricht dem Unternehmer: „Vielleicht ist der Person das Zwergkaninchen superwichtig.“ Wer für den Mindestlohn arbeite und regelmäßig viele Überstunden leiste, habe nach Feierabend oft nicht mehr die Kraft für Yoga, Meditation oder andere Methoden zum Stressabbau. Martin Limbeck hält dagegen: „Es hat mit Anstrengung zu tun – und die will halt einfach nicht jeder gehen.“ Auch Koray (26) stellt sich in der Diskussion hinter die jüngere Generation und betont, dass diese heute häufiger und früher persönliche Grenzen ziehe.
Quellen: ZDF „Unbubble“ | RTL


















































