Das Rauchen in Flugzeugen ist strikt verboten. Darauf werden Passagiere vor jedem Flug und mehrfach während des Aufenthalts an Bord hingewiesen. Umso überraschender ist es, dass sich auf den Toiletten vieler Flugzeuge trotzdem noch Aschenbecher befinden. Dahinter steckt jedoch ein wichtiger Sicherheitsgrund.
Zu Beginn jeder Flugreise macht die Crew die Passagiere mit den Sicherheitsvorkehrungen vertraut. Dabei wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Rauchen an Bord streng verboten ist. Über den Sitzen leuchtet das bekannte Symbol mit der durchgestrichenen Zigarette, und auch an den Toilettentüren wird unmissverständlich klargemacht, dass der Griff zum Glimmstängel tabu ist.
Umso erstaunlicher wirkt es, dass sich auf den Toiletten vieler Flugzeuge weiterhin Aschenbecher befinden – obwohl das Rauchverbot ausnahmslos gilt. Der Grund ist jedoch einfach: Sie sind gesetzlich vorgeschrieben. Nach den Vorschriften des Legal Information Institute müssen Flugzeugtoiletten mit einem geschlossenen, herausnehmbaren Aschenbecher ausgestattet sein. Dort heißt es: „Unabhängig davon, ob das Rauchen in irgendeinem anderen Teil des Flugzeugs erlaubt ist, müssen die Toiletten in sich geschlossene, abnehmbare Aschenbecher haben, die sich auf oder in der Nähe der Einstiegsseite jeder Toilettentür befinden.“
Der Aschenbecher auf der Flugzeug-Toilette ist Vorschrift – das ist der Grund
Obwohl das Rauchen an Bord verboten ist, gehen die Behörden davon aus, dass sich nicht jeder Passagier an das Verbot hält. Manche Raucher greifen trotz der strengen Regeln heimlich zur Zigarette – häufig auf der Bordtoilette. Löst der Rauch einen Alarm aus, kann die Zigarette zumindest sicher im Aschenbecher entsorgt werden. Ohne diese Möglichkeit könnte sie im Papierkorb mit Papiertüchern landen und dort einen Brand auslösen. Genau dieses Risiko soll durch den vorgeschriebenen Aschenbecher verhindert werden. Er dient daher ausschließlich der Sicherheit an Bord.
„Das ist besser, als wenn er die Zigarette in den Papierkorb wirft“
„Das schreiben uns die zuständigen Luftfahrt-Behörden vor. […] Das ist besser, als wenn er die Zigarette in den Papierkorb wirft“, erklärt eine Lufthansa-Sprecherin gegenüber dem Nachrichtensender n-tv.
In einigen Flugzeugen befinden sich sogar noch Aschenbecher an den Armlehnen. Dabei handelt es sich also nicht lediglich um ein Überbleibsel aus Zeiten, in denen das Rauchen an Bord noch erlaubt war. Die Aschenbecher sind vorgeschrieben und erfüllen einen wichtigen Sicherheitszweck. Sie stellen jedoch keinesfalls eine Erlaubnis zum Rauchen dar. Deshalb befindet sich direkt darüber auch der deutliche Hinweis: „Rauchen verboten!“
Auch das Rauchverbotsschild in der Kabine ist vorgeschrieben. „Wenn das Rauchen verboten ist, muss mindestens ein Schild mit diesem Hinweis vorhanden sein, das für jede in der Kabine sitzende Person lesbar ist“, heißt es bei der EASA.
In den USA trat das Rauchverbot auf Inlandsflügen am 25. Februar 1990 für die meisten Flüge in Kraft und wurde anschließend schrittweise ausgeweitet. In den folgenden Jahren führten immer mehr Länder entsprechende Verbote ein. Heute ist das Rauchen auf Linienflügen weltweit grundsätzlich verboten.


















































