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    Warum ein vorgetäuschter Orgasmus dem Körper langfristig schadet

    Frau im Bett
    iStock / AaronAmat

    Es gibt wohl kaum eine Frau, die noch nie einen Orgasmus vorgetäuscht hat. Der häufigste Beweggrund ist das sensible Ego des Mannes. Laut einer Expertin kann es jedoch langfristig dem Körper schaden, wenn man den Höhepunkt vortäuscht.

    Statistiken zufolge erlebt knapp jede zehnte Frau beim Sex keinen Höhepunkt und jede dritte (manche Studien sprechen sogar von 80 Prozent) hat ihn schon einmal vorgetäuscht. Die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich: Langeweile, Zeitmangel oder einfach nur Mitleid. Denn schließlich will man seinen Partner nicht enttäuschen.

    Zwar täuschen vor allem Frauen einen Orgasmus vor – aber das kommt durchaus auch bei Männern vor. Lea Holzfurtner ist klinische Sexologin und rät im Gespräch mit watson.de ab, einen Orgasmus vorzutäuschen. Das hat auch einen Grund: „Wenn wir Orgasmen vortäuschen, lehren wir unserem Körper immer und immer wieder, dass Sex und sexuelles Spiel nicht zu Belohnung führt.“ Und weiter: „Schlimmer noch, unser Körper lernt, dass negative Gefühle mit Sex verknüpft sind.“

    „Dein Körper hat absolut verständlicherweise immer weniger Lust auf Sex“

    Einen Orgasmus vorzutäuschen, kann auf das Liebesleben negative Auswirkungen haben. „Die Wahrscheinlichkeit, dass du doch noch mal beim Sex einen Orgasmus erleben kannst, wird immer geringer“, meint Lea Holzfurtner. Sex kann auf Dauer also unangenehm werden. Das wirkt sich negativ auf den Körper aus: „Dein Körper hat absolut verständlicherweise immer weniger Lust auf Sex“, so die Expertin.

    Lea Holzfurtner führt weiter aus: „Damit geht deine Libido in den Keller, deine Lust auf Sex wird immer kleiner. Wenn dann noch Schmerzen beim Sex dazukommen, die ignoriert oder ausgehalten werden, beschleunigt sich dieser Prozess.“ Und auch der Orgasmus bleibt künftig öfter aus. „Die Wahrscheinlichkeit, dass du doch noch mal beim Sex einen Orgasmus erleben kannst, wird immer geringer“, sagt die Sexologin.

    Das bedeutet also, wer faked, wird künftig immer weniger zum Höhepunkt kommen. Die ganze Erfahrung stempelt der Körper als negativ ab und Sex macht irgendwann keinen Spaß mehr. Ein weiterer Aspekt: Der Partner denkt, dass alles super ist, was er gemacht hat und demnach nichts ändern müsste. Das Liebesleben kann sich also nicht weiterentwickeln. „Wenn du Orgasmen vorspielst, signalisiert du deinen Partnern, dass der Sex, den ihr habt, dass der Druck, das Gesagte, die Berührungen, die Stimmung, dass all das dich erregt. Du verpasst damit die Gelegenheit, die Art von Sex zu erleben, die dir wirklich gefällt“, erklärt Lea Holzfurtner.

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