An heißen Sommertagen gehört die Wassermelone zu den beliebtesten Erfrischungen. Ihre schwarzen Kerne werden jedoch von vielen Menschen ausgespuckt oder sorgfältig aussortiert. Dabei sollte man sie eigentlich mitessen – und dafür gibt es einen guten Grund.
Im Netz wird immer wieder die Frage gestellt, ob man die Kerne einer Wassermelone bedenkenlos verzehren kann. Schließlich landen sie bei vielen Menschen direkt im Müll. Tatsächlich spricht jedoch nichts dagegen, die Kerne mitzuessen. Im Gegenteil: Sie gelten als echte Nährstoffbomben und liefern wertvolle Inhaltsstoffe für Gehirn, Muskeln und Knochen.
Die Kerne der Wassermelone enthalten viele Nährstoffe
Wassermelonenkerne enthalten zahlreiche Proteine, Magnesium und gesunde Fette. Auch Eisen steckt in den kleinen Kernen. Der Mineralstoff unterstützt unter anderem die normale Funktion des Nervensystems, während Magnesium den Körper insbesondere in stressigen Phasen stärkt.
Darüber hinaus enthalten die Kerne die Vitamine A, B und C. Vitamin A spielt eine wichtige Rolle für die Zellen des Körpers und kann sich positiv auf Haut, Haare und Augen auswirken. Die B-Vitamine unterstützen den Stoffwechsel, während Vitamin C das Immunsystem stärkt und für Zähne sowie Knochen wichtig ist.
Viele dieser Nährstoffe befinden sich zwar auch im Fruchtfleisch der Wassermelone. Da dieses jedoch zu rund 90 Prozent aus Wasser besteht, fällt der Anteil der enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe deutlich geringer aus.
Darauf sollte man beim Verzehr von Wassermelonenkernen achten
Die Kerne einer Wassermelone sollten grundsätzlich gut zerkaut werden. Sie einfach im Ganzen herunterzuschlucken, ist keine gute Idee. Denn nur so kann der Körper die enthaltenen Nährstoffe optimal aufnehmen und verwerten. Werden die Kerne unzerkaut geschluckt, scheidet der Körper sie in der Regel wieder unverdaut aus.
Dank ihres hohen Ballaststoffgehalts können Wassermelonenkerne zudem die Verdauung unterstützen. Allerdings sollte man es mit dem Verzehr nicht übertreiben. „Um ihre positive Wirkung voll zu entfalten, müssen sie zerkaut oder in der Küche zerkleinert werden“, erklärt Susanne Moritz, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern.
Die Kerne können auch anderweitig verarbeitet werden
Wer die Kerne beim Essen der Wassermelone nicht direkt verzehren möchte, kann sie auch später weiterverarbeiten. So lassen sie sich beispielsweise mit etwas Olivenöl und Salz rösten und als Snack genießen.
Darüber hinaus eignen sich Wassermelonenkerne hervorragend als Topping für Suppen oder Salate. Sie können außerdem im Backofen getrocknet und anschließend für Kleingebäck oder Brot verwendet werden. Getrocknete Kerne lassen sich ebenso in Smoothies, Müsli oder Brotaufstriche einarbeiten und sorgen dort für eine Extraportion Nährstoffe.



















































