Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger erschüttert die deutsche Politik. Der bayerische Wirtschaftsminister wurde am Mittwochabend im Alter von nur 55 Jahren tot in einem Berliner Hotel entdeckt. Während zahlreiche Politiker ihre Trauer ausdrücken, sorgt eine geschmacklose Grafik der Satirepartei „Die Partei“ für Fassungslosigkeit im Netz.
Die Nachricht vom Tod des Freie-Wähler-Chefs verbreitete sich am Mittwochabend rasend schnell. Wie zunächst die „Bild“-Zeitung berichtete, wurde Hubert Aiwanger leblos in seinem Hotelzimmer in Berlin gefunden. Zuvor hatte er sich aus gesundheitlichen Gründen von einem Termin zur Eröffnung des Hauptstadtbüros seiner Partei abgemeldet.
Während Politiker verschiedener Parteien den Angehörigen ihr Mitgefühl aussprechen, kursiert eine Grafik mit dem Logo der Satirepartei „Die Partei“, die für heftige Diskussionen im Netz sorgt.
„Aiwanger doch nicht tot!“ – makabre Anspielung auf verstorbenen Politiker
Auf der schwarz gehaltenen Grafik ist Hubert Aiwanger mit traurigem Gesicht zu sehen. Darüber prangt in großen weißen Buchstaben die Überschrift: „Aiwanger doch nicht tot!“ Darunter folgt ein angebliches Zitat des Politikers im bayerischen Dialekt: „De Berichte san falsch. I leb no. Des war scho wieda bloß mei Bruada.“
Die Aussage bedeutet sinngemäß, dass die Berichte falsch seien. Demnach lebe Hubert Aiwanger noch und wieder einmal stecke sein Bruder dahinter. Die Grafik spielt offenbar auf die Flugblatt-Affäre aus dem Jahr 2023 an. Damals war Hubert Aiwanger wegen eines antisemitischen Flugblatts aus seiner Schulzeit unter Druck geraten. Sein Bruder Helmut Aiwanger erklärte später, dass er das Flugblatt verfasst habe.
Nun wird dieser politische Skandal in der Grafik mit der aktuellen Todesnachricht verbunden. Angesichts des plötzlichen Todes des 55-Jährigen wirkt die vermeintlich satirische Darstellung besonders pietätlos.

„DAS ist mal so richtig geschmacklos. Schämt ihr euch nicht?“
Die User gehen im Netz auf die Barrikaden. „Nicht euer Ernst! Wie tief muss man eigentlich sinken, dass man nicht einmal vor dem Tod eines Menschen den nötigen Respekt aufbringen kann?! Ich fand euch eigentlich immer ganz witzig, aber DAS geht überhaupt nicht!“, schreibt eine Userin bei Facebook. „Sag mal hakt es bei euch im Oberstübchen etwas? Pietätloser geht es nicht mehr“ oder „DAS ist mal so richtig geschmacklos. Schämt ihr euch nicht? Da ist gerade ein Mensch gestorben. Egal, ob man ihn und seine Politik mochte oder nicht“, heißt es in weiteren Kommentaren.
Auch ein weiterer User wird deutlich: „Wie geschmacklos kann man eigentlich noch sein? Ein Mensch ist gerade erst verstorben, Angehörige, Freunde und Familie trauern, und euch fällt nichts Besseres ein, als daraus politischen Spott zu machen? Genau solche Beiträge zeigen eines der größten Probleme unserer Gesellschaft: den zunehmenden Verlust von Respekt, Anstand und Menschlichkeit.“
Große Trauer um Hubert Aiwanger
Der Tod des Politikers löste parteiübergreifend Bestürzung aus. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sprach von einer „absoluten Tragödie“. Auch zahlreiche weitere Politiker bekundeten ihr Mitgefühl mit der Familie.
Hubert Aiwanger war seit 2018 stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister in Bayern. Er hinterlässt seine Lebensgefährtin Tanja Schweiger und zwei Kinder.
Die genauen Umstände seines Todes sind bislang nicht geklärt. Die Berliner Staatsanwaltschaft bestätigte, dass der Politiker tot in einem Hotelzimmer gefunden wurde. Angaben zur Todesursache machte sie zunächst nicht.















































