Maria Furtwängler gehört zu den beliebtesten Schauspielerinnen in Deutschland. Seit rund zwei Jahrzehnten prägt sie die Rolle der „Tatort“-Kommissarin Charlotte Lindholm. In einem Interview spricht die 60-Jährige über Vorteile im Alter.
Der erste „Tatort“ nach der Sommerpause führt Charlotte Lindholm am Sonntag um 20.15 Uhr in ein Demenzdorf. Dort wird Menschen mit Demenz ein normales Alltagsleben ermöglicht.
Einer der Bewohner, der allseits beliebte Herr König, soll ein Serientäter sein und sieben Menschen ermordet haben – zumindest behauptet das Hauptkommissar Vogel. Der Haken: Ihm glaubt keiner – und genau deshalb bittet er Charlotte Lindholm um Hilfe. Doch auch Vogel hat ein Geheimnis – genau wie die Leitung des Demenzdorfes.
Maria Furtwängler (60) hat sich intensiv mit dem Thema Demenz beschäftigt – nicht nur wegen des Films, sondern auch aufgrund einer privaten familiären Geschichte. „Ich musste mich schon sehr viel früher damit auseinandersetzen. Mein Vater war an Demenz erkrankt und ist letztlich daran verstorben. Weil wir heute so alt werden, erleben viele von uns Demenz im unmittelbaren Umfeld. Das Thema war mir weder als Ärztin noch als Tochter fremd“, sagt die Schauspielerin in einem Interview mit dem „Standard„.
Maria Furtwängler spielt seit mehr als 20 Jahren die Rolle der Charlotte Lindholm im „Tatort“. Über das Älterwerden sagt die Schauspielerin: „Man denkt, man bleibt ewig jung und dann ist man erstaunt, dass man plötzlich 60 wird und denkt, oh, wie ist das passiert? So fühlt es sich jedenfalls an. Das Bild, das ich mit dreißig von Menschen mit sechzig hatte, passt überhaupt nicht zu meinem heutigen Empfinden.“

„Alkohol geht fast gar nicht mehr, und ich muss schlafen“
Und weiter: „Gleichzeitig bin ich stolz und dankbar, weil mein Körper so toll funktioniert. Natürlich merken wir alle, wenn wir älter werden, dass jede Sünde einfach teurer bezahlt wird als früher. Alkohol geht fast gar nicht mehr, und ich muss schlafen. Aber ansonsten bin ich so froh und denke: Wow, toll, mein Körper ist wirklich klasse!“
Ans Aufhören denkt die Schauspielerin noch lange nicht. „Ich habe Charlotte immer noch recht gern, und es fällt mir auch viel zu ihr ein. Viele Geschichten, die ich noch gerne mit ihr erzählen würde und könnte. Und ich wünsche ihr auch mal etwas, das sie ein bisschen glücklich macht, zum Beispiel einen Mann“, verrät Maria Furtwängler im „Standard“.
Das Erste zeigt „Tatort: König in Gelb“ am 13. September 2026 um 20.15 Uhr.















































