Katzen, Hunde oder Meerschweinchen sind für viele Tierliebhaber weit mehr als nur Haustiere – sie sind treue Begleiter und vollwertige Familienmitglieder. Doch irgendwann kommt der Moment, in dem man Abschied nehmen muss. Trotz des schmerzhaften Verlustes steht dann eine wichtige Entscheidung an: Wie gestaltet man einen würdevollen Abschied für sein geliebtes Haustier?
Mit einem Haustier verbringt man oft viele Jahre voller schöner Erinnerungen und inniger Momente. Doch irgendwann kommt der wohl schwerste Augenblick: der Tod des geliebten Tieres. Für viele Tierbesitzer bedeutet das den Verlust eines Familienmitglieds, das sie mit Vertrauen, Nähe und bedingungsloser Liebe begleitet hat – oft mehr, als man es von Menschen erwarten darf. Viele Tiere sterben beim Tierarzt, wenn ein Hund oder eine Katze nicht mehr gerettet werden kann und schließlich erlöst werden muss.
ERFAHRUNGSBERICHT | Ich bin KUKKSI-Reporter Oliver Stangl und meine Katze „Pünktchen“ musste am 24. April 2026 bei meiner Tierärztin eingeschläfert werden. Mit meiner geliebten Samtpfote habe ich jede freie Minute verbracht. Abends beim Serien-Marathon auf Netflix bekam sie stundenlange Streicheleinheiten – und selbst während der Arbeit im Homeoffice lag sie oft auf meinem Schoß. Wenn ich zur Tür hereingekommen bin, war sie immer die Erste, die mich begrüßt hat. Und auch morgens wartete sie bereits auf mich, sobald ich aufgestanden bin.

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Genau diese schönen Momente fehlen nun. Aber das Leben ist nicht unendlich – weder für Menschen noch für Tiere. Glücklicherweise musste „Pünktchen“ nicht lange leiden. Erst in den zwei Tagen vor der Einschläferung verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand dramatisch. Tierärztin Dr. Jana Rafael empfahl, „Pünktchen“ umgehend einzuschläfern. Die Prognose war erschütternd: Wegen Blut im Brustkorb wäre sie in den kommenden Tagen qualvoll erstickt. Ein solcher Erstickungstod? Darauf wollte man es nicht ankommen lassen.
Dennoch fällt die Entscheidung für eine Euthanasie alles andere als leicht. Trotzdem war für mich sofort klar: Um sie zu erlösen, war dies die einzige Möglichkeit, ihr weiteres Leid zu ersparen. Da die Einschläferung sehr überraschend kam, gab mir die Tierärztin noch eine ganze Stunde Zeit mit „Pünktchen“, damit ich mich in Ruhe von ihr verabschieden konnte – dafür bin ich ihr sehr dankbar. Nach der Einschläferung brachte meine Tierärztin „Pünktchen“ ins Tierkrematorium „Portaleum“, wo die Einäscherung am 30. April 2026 erfolgte. „Pünktchen“ hat inzwischen ihren Weg über die Regenbogenbrücke gefunden und ist nun wieder mit Kater „Felix“ vereint, der bereits im Jahr 2024 verstorben ist.

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Für mich wird sie mit Sicherheit nicht die letzte Katze gewesen sein. Fakt ist jedoch: Eine neue Katze werde ich genauso lieben wie Felix oder Pünktchen – ersetzen wird sie die beiden aber niemals. Und genau das ist auch nicht gewollt. Denn jedes Tier ist einzigartig, hat seinen eigenen Charakter und verdient bedingungslose Liebe.
Gerade weil eine Katze, mit der man so viele Jahre verbracht hat, ein echtes Familienmitglied ist, wollte ich „Pünktchen“ würdevoll verabschieden. Deshalb habe ich mich für eine Einzeleinäscherung und einen Pfotenabdruck entschieden. Das mag zwar ins Geld gehen – aber die gemeinsamen Momente aus 14 Jahren sind unbezahlbar. Und irgendwie ist sie noch immer hier – nur eben auf eine andere Art. In Form ihrer Asche in einer Urne. Doch welche Möglichkeiten der Tierbestattung gibt es eigentlich?
Wie man sein Haustier würdevoll verabschieden kann
Das Haustier im Garten begraben
Eine schöne Möglichkeit ist die Bestattung im eigenen Garten – zumindest dann, wenn das Tier nicht an einer ansteckenden Krankheit oder Seuche gestorben ist. Außerdem darf sich das Grundstück nicht in einem Wasserschutzgebiet befinden. „Die gesetzliche Regelung erlaubt es, Heimtiere auf einem dem Tierhalter gehörenden Gelände, also im eigenen Garten, zu begraben“, erklärt die Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries laut „Tasso“. Die Grube sollte dabei mindestens einen Meter tief sein.
Einäscherung – das Tier in einer Urne mit nach Hause nehmen
Viele Tierhalter entscheiden sich dafür, ihr geliebtes Haustier in einem Tierkrematorium einäschern zu lassen. Die Sammeleinäscherung ist zwar deutlich günstiger, dabei werden jedoch mehrere Tiere gleichzeitig eingeäschert. Die Asche des eigenen Tieres erhält man nur bei einer Einzeleinäscherung zurück. Diese ist zwar mit mehreren hundert Euro deutlich kostspieliger, dafür hat man jedoch ein bleibendes Andenken an seinen treuen Begleiter.
Je nach Tierkrematorium gibt es darüber hinaus weitere Möglichkeiten. So kann man vor der Einzeleinäscherung beispielsweise einen Pfotenabdruck anfertigen lassen. In manchen Krematorien ist es außerdem möglich, sich endgültig von seinem Haustier zu verabschieden und während der Einzeleinäscherung vor Ort zu bleiben. Muss das Haustier beim Tierarzt eingeschläfert werden, kümmert sich dieser meist um alles.
Letzte Ruhestätte: Tierfriedhof, Friedwald & Co.
Viele Halterinnen und Halter lassen ihre Haustiere auf einem Tierfriedhof bestatten. Auch das ist für viele eine würdevolle Lösung – allerdings muss man auch hier mit mehreren hundert Euro rechnen. Zusätzlich fallen Kosten für die Grabmiete an. Mittlerweile gibt es in zahlreichen Städten spezielle Friedhöfe für Haustiere. In einigen Städten existieren inzwischen sogar Tier-Mensch-Friedhöfe. Denn immer mehr Menschen wünschen sich, nach ihrem Tod mit ihrem geliebten Haustier vereint zu sein.
Warum ist die Asche größtenteils hell oder weiß?
Dass Asche nach einer Einäscherung dunkelgrau oder schwarz ist, gehört zu den größten Irrtümern. Nach der Einäscherung einer Katze bleibt in der Regel eine hellgraue bis weiße Asche zurück. Der Grund: Das Tier verbrennt im Krematorium vollständig – übrig bleiben lediglich die Knochenbestandteile. Aus diesen wird anschließend die feine Asche hergestellt, die Halterinnen und Halter später in der Urne zurückerhalten.















































