Kaiserliche Paläste, beeindruckende Kirchen, Kunst und natürlich der berühmte Prater: Wien hat an Sehenswürdigkeiten einiges zu bieten. Wer zum ersten Mal in der österreichischen Hauptstadt ist, kann viele Highlights sogar innerhalb weniger Tage entdecken.
Wien gehört zu den Städten, in denen man teilweise nur wenige Minuten von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten läuft. Vor allem rund um die historische Innenstadt reiht sich ein Highlight ans nächste. Doch welche Orte sollte man wirklich gesehen haben? KUKKSI-Reporter Oliver Stangl hat sich in Wien umgesehen und stellt 20 der schönsten Sehenswürdigkeiten in Wien vor.
Diese 20 Sehenswürdigkeiten in Wien sollte man gesehen haben
1. Stephansdom

Mitten im Herzen Wiens steht eines der bekanntesten Wahrzeichen Österreichs. Der Stephansdom prägt mit seinem markanten Dach und dem 136 Meter hohen Südturm das Stadtbild. Wer die 343 Stufen zur Türmerstube schafft, wird mit einem spektakulären Blick über Wien belohnt. Etwas bequemer geht es per Aufzug auf den Nordturm. Dort hängt auch die berühmte Pummerin. Rund um den Stephansplatz beginnt außerdem die perfekte Tour durch die Wiener Innenstadt.
2. Schloss Schönbrunn

Ein Wien-Besuch ohne Schloss Schönbrunn? Eigentlich kaum vorstellbar. Die ehemalige Sommerresidenz der Habsburger gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und beeindruckt mit ihren prunkvollen Räumen. Mindestens genauso sehenswert ist der riesige Schlosspark. Wer noch etwas Energie übrig hat, sollte bis zur Gloriette hinaufgehen. Von dort bietet sich ein fantastischer Blick auf das Schloss und weit über Wien.
3. Wiener Hofburg und Heldenplatz

Hier wurde jahrhundertelang europäische Geschichte geschrieben. Die Wiener Hofburg war mehr als 600 Jahre lang das Zentrum der Habsburgerherrschaft und zählt heute zu den größten Palastkomplexen der Welt. In dem riesigen Areal befinden sich unter anderem das Sisi Museum und die Kaiserappartements. Auch die Spanische Hofreitschule ist hier zu Hause. Selbst ohne Museumsbesuch lohnt sich ein Spaziergang durch die verschiedenen Höfe und über den angrenzenden Heldenplatz.
4. Schloss Belvedere

Schon von außen ist das Belvedere ein Hingucker. Die prachtvolle barocke Schlossanlage besteht aus Oberem und Unterem Belvedere und wird von einer weitläufigen Gartenanlage verbunden. Im Oberen Belvedere wartet außerdem eines der berühmtesten Gemälde Österreichs: Gustav Klimts „Der Kuss“. Insgesamt besitzt das Museum 24 Werke des Künstlers. Kunstfans sollten deshalb etwas mehr Zeit einplanen.
5. Wiener Prater und Riesenrad

Es gehört zu Wien wie der Stephansdom: das Wiener Riesenrad. Seit 1897 dreht es im Prater seine Runden und bietet aus seinen historischen Waggons einen besonderen Blick über die Stadt. Rundherum wartet der Wurstelprater mit zahlreichen Fahrgeschäften, Restaurants und Buden. Der Eintritt in das Gelände selbst ist kostenlos, bezahlt werden die einzelnen Attraktionen. Direkt daneben beginnt außerdem der riesige Grüne Prater.
6. Wiener Staatsoper und Hotel Sacher

Für Opernfans ist sie weltberühmt, aber auch ohne Ticket lohnt sich ein Blick auf das Gebäude. Die Wiener Staatsoper wurde 1869 eröffnet und gehört zu den bedeutendsten Opernhäusern der Welt. Besonders am Abend wirkt der prachtvolle Bau an der Ringstraße beeindruckend. Wer mehr sehen möchte, kann das Haus bei einer Führung erkunden. Einmal im Jahr verwandelt sich die Staatsoper beim Wiener Opernball zudem in einen riesigen Ballsaal. Nur wenige Schritte entfernt liegt außerdem das berühmte Hotel Sacher. Hier dreht sich vieles um eine Wiener Legende: die Original Sacher-Torte, die Besucher im Café Sacher probieren können – allerdings muss man vor dem traditionsreichen Haus nicht selten mit einer Warteschlange rechnen.
7. Karlskirche

Schon die riesige Kuppel macht deutlich: Die Karlskirche ist keine gewöhnliche Kirche. Der barocke Prachtbau am Karlsplatz wurde im 18. Jahrhundert errichtet und gehört zu den markantesten Gebäuden Wiens. Besonders schön ist der Blick vom Wasserbecken vor der Kirche. Bei ruhigem Wetter spiegelt sich darin die komplette Fassade. Gerade am Abend entsteht hier eine besonders eindrucksvolle Kulisse.
8. Hundertwasserhaus

Gerade Linien sucht man hier fast vergeblich. Das von Friedensreich Hundertwasser gestaltete Wohnhaus fällt mit seinen bunten Fassaden, unregelmäßigen Formen und zahlreichen Pflanzen sofort auf. Mehr als 200 Bäume und Sträucher wachsen auf Balkonen und Dachflächen. Wichtig: Das eigentliche Wohnhaus kann nur von außen besichtigt werden. Direkt gegenüber befindet sich jedoch das öffentlich zugängliche Hundertwasser Village.
9. MuseumsQuartier

Kunstmuseum oder Treffpunkt? Das MuseumsQuartier ist einfach beides. Auf dem riesigen Areal befinden sich unter anderem das Leopold Museum, das mumok und die Kunsthalle Wien. Doch auch ohne Museumsbesuch lohnt sich ein Abstecher. Die Innenhöfe mit ihren bekannten Sitzmöbeln sind besonders bei gutem Wetter ein beliebter Treffpunkt. Cafés und Restaurants sorgen dafür, dass man hier problemlos einige Stunden verbringen kann.
10. Wiener Rathaus und Burgtheater

Fast könnte man meinen, vor einer riesigen gotischen Kathedrale zu stehen. Tatsächlich handelt es sich um das Wiener Rathaus, das zwischen 1872 und 1883 im neugotischen Stil errichtet wurde. Der Turm ist knapp 98 Meter hoch, auf seiner Spitze thront der berühmte Rathausmann. Auf dem Rathausplatz finden das ganze Jahr über große Veranstaltungen statt. Besonders bekannt sind der Weihnachtsmarkt und der Wiener Eistraum. Direkt gegenüber vom Rathaus wartet mit dem Burgtheater schon das nächste Wiener Wahrzeichen. Das prachtvolle Gebäude an der Ringstraße zählt zu den bedeutendsten Bühnen im deutschsprachigen Raum und ist auch von außen ein echter Hingucker.
11. Österreichisches Parlament

Direkt an der Ringstraße wartet der nächste Prachtbau. Das österreichische Parlament erinnert mit seinen Säulen und der davorstehenden Pallas-Athene-Statue bewusst an die griechische Antike. Nach einer umfassenden Sanierung wurde das Gebäude 2023 wiedereröffnet. Besucher können Teile des Parlaments auch von innen kennenlernen. Allein für die imposante Außenansicht lohnt sich der kurze Spaziergang vom Rathaus.
12. Spanische Hofreitschule

Weiße Lipizzaner mitten in einer ehemaligen Kaiserresidenz: Die Spanische Hofreitschule gehört zu den außergewöhnlichsten Attraktionen Wiens. Seit Jahrhunderten wird hier die klassische Reitkunst gepflegt. Besucher können Vorstellungen und teilweise auch das Training der Pferde erleben. Besonders beeindruckend ist die barocke Winterreitschule in der Hofburg. Tickets sollte man bei einem festen Reisetermin besser frühzeitig organisieren.
13. Albertina

Direkt hinter der Wiener Staatsoper liegt eines der bekanntesten Kunstmuseen der Stadt. Die Albertina besitzt eine bedeutende grafische Sammlung und zeigt regelmäßig große Ausstellungen. Gleichzeitig kann man historische Prunkräume der ehemaligen Habsburgerresidenz besichtigen. Auch ohne Museumsbesuch lohnt sich der Weg hinauf zur Albertina-Terrasse. Von dort blickt man direkt auf die Staatsoper und den Albertinaplatz.
14. Naschmarkt

Nach so viel Kaiserzeit darf etwas Kulinarik nicht fehlen. Der Wiener Naschmarkt erstreckt sich über rund 1,5 Kilometer und bietet zahlreiche Marktstände, Restaurants und Cafés. Neben österreichischen Spezialitäten findet man Lebensmittel und Gerichte aus aller Welt. Besonders lebhaft wird es rund um die Mittagszeit und am Wochenende. Der Markt lässt sich außerdem hervorragend mit einem Besuch des nahe gelegenen Karlsplatzes verbinden.
15. Kunsthistorisches Museum

Schon das Gebäude selbst könnte problemlos als Sehenswürdigkeit durchgehen. Das Kunsthistorische Museum am Maria-Theresien-Platz beherbergt die umfangreichen Kunstsammlungen der Habsburger. Zu sehen sind Werke von Künstlern wie Pieter Bruegel, Peter Paul Rubens, Rembrandt und Raffael. Auch die ägyptisch-orientalische Sammlung ist beeindruckend. Für einen ausführlichen Besuch sollte man mehrere Stunden einplanen.
16. Österreichische Nationalbibliothek

Bücher können ziemlich spektakulär aussehen – spätestens hier wird das klar. Der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek zählt zu den eindrucksvollsten historischen Bibliotheksräumen Europas. Unter einer riesigen Kuppel stehen meterhohe Regale mit mehr als 200.000 historischen Büchern. Marmorstatuen, Fresken und alte Globen sorgen für echtes Kaiserzeit-Flair. Der Prunksaal befindet sich mitten im Hofburg-Areal.
17. Volksgarten

Zwischen Hofburg, Parlament und Burgtheater liegt eine der schönsten grünen Ecken der Innenstadt. Besonders bekannt ist der Volksgarten für seine große Rosenanlage mit zahlreichen verschiedenen Sorten. Dazu kommen Springbrunnen, Denkmäler und der klassizistische Theseustempel. Gerade nach mehreren Stunden Sightseeing ist der Park perfekt für eine kleine Pause. Und das Beste: Viele große Sehenswürdigkeiten liegen nur wenige Schritte entfernt.
18. Donauturm

Wer Wien einmal komplett von oben sehen möchte, ist hier richtig. Der Donauturm ist 252 Meter hoch und damit eines der höchsten Bauwerke Österreichs. Zwei Schnellaufzüge bringen Besucher in nur 35 Sekunden nach oben. Die Aussichtsplattform befindet sich in rund 155 Metern Höhe und ermöglicht einen 360-Grad-Blick über die Stadt. Im Turm gibt es außerdem ein sich drehendes Restaurant und ein Café.
19. Zentralfriedhof

Ein Friedhof als Sehenswürdigkeit? In Wien definitiv. Der Zentralfriedhof gehört zu den größten Friedhofsanlagen Europas und ist die letzte Ruhestätte zahlreicher berühmter Persönlichkeiten. Unter anderem befinden sich dort die Ehrengräber von Ludwig van Beethoven, Franz Schubert, Udo Jürgens und Falco. Die weitläufige Anlage beeindruckt außerdem mit der Jugendstilkirche am zentralen Platz. Für Musikfans ist der Friedhof ein außergewöhnliches Stück Wiener Geschichte.
20. Mozarthaus Vienna

Hier wohnte tatsächlich Wolfgang Amadeus Mozart! Das Mozarthaus in der Domgasse liegt nur wenige Schritte vom Stephansdom entfernt. Mozart lebte dort von 1784 bis 1787 – und seine damalige Wohnung ist die einzige noch erhaltene Wiener Wohnung des Komponisten. Heute führt ein Museum durch mehrere Etagen und erzählt von seinem Leben und seiner Musik in Wien. Besonders praktisch: Das Mozarthaus lässt sich perfekt mit einem Rundgang durch die Altstadt verbinden.

Viele Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander
Das Praktische an Wien: Für zahlreiche Highlights braucht man weder Auto noch Sightseeing-Bus. Stephansdom, Hofburg, Staatsoper, Albertina, Rathaus, Parlament und Volksgarten lassen sich beispielsweise hervorragend zu Fuß miteinander verbinden. Auch das öffentliche Verkehrsnetz bringt Besucher schnell zu weiter entfernten Zielen wie Schönbrunn, Prater oder Donauturm.
Wer nur ein Wochenende in Wien verbringt, sollte sich deshalb nicht vornehmen, alle 20 Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Schon eine Mischung aus historischer Innenstadt, Schloss Schönbrunn, Prater und einem Aussichtspunkt vermittelt einen ziemlich guten Eindruck davon, warum Wien zu den beliebtesten Städtezielen Europas gehört.


















































