Reise

Flughafen wird nach Cristiano Ronaldo umbenannt – und der ist extrem gefährlich!

Flughafen Madeira
iStock / Liudmyla Yaremenko

Ihm sind bereits eine Statue und ein Platz gewidmet, auch ein Hotel trägt seinen Namen: Cristiano Ronaldo kann man auf seiner Geburtsinsel Madeira kaum entgehen. Auch der Flughafen der Insel wurde nach dem Fußballstar benannt – doch der gilt als einer der gefährlichsten der Welt.

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Cristiano Ronaldo (41) ist unumstritten einer der besten Fußballer aller Zeiten. Auf Madeira ist sein Einfluss unübersehbar: Ein Hotel und ein Museum erinnern bereits an den Fußballstar. Doch damit nicht genug: Dem Superstar wurde sogar ein ganzer Flughafen gewidmet.

Der Airport liegt auf Madeira, der Heimatinsel des Ausnahmekickers. Zur Eröffnung im Jahr 1964 hieß er noch „Aeroporto de Santa Catarina“. 2017 wurde der Flughafen dann in „Aeroporto Internacional da Madeira Cristiano Ronaldo“ umbenannt. „Der neue Name wird ‚Internationaler Flughafen Madeira – Cristiano Ronaldo‘ sein. Madeira wird also weiterhin im Titel enthalten sein, wir fügen nur den Namen Cristianos hinzu“, erklärte Eduardo Jesus, Regionalsekretär für Tourismus auf Madeira, laut Medienberichten.

Landebahn wurde auf Stelzen über dem Meer errichtet

Der Haken an der Sache: Der Airport gehört zu den gefährlichsten der Welt. Die Landebahn wurde teilweise auf Stelzen über dem Meer errichtet und ist vergleichsweise kurz. Die dafür verwendeten Betonpfeiler sind tief im Meeresgrund verankert. Pilotinnen und Piloten benötigen eine spezielle Zusatzausbildung, um auf Madeira landen zu dürfen.

Besonders tückisch sind die starken und wechselnden Winde rund um die Insel. Plötzliche Aufwinde können landende Maschinen wieder nach oben drücken. Zudem müssen die Flugzeuge kurz vor der Landung eine Kurve fliegen, da die Start- und Landebahn von steilen Küstenabschnitten begrenzt wird. Da hilft selbst der Name Cristiano Ronaldo nichts: Eine Landung auf Madeira ist nichts für schwache Nerven. Bei schlechtem Wetter müssen Maschinen regelmäßig auf die Nachbarinsel Porto Santo, nach Teneriffa oder sogar nach Marrakesch umgeleitet werden.

In den 1970er Jahren kam es zu mehreren Unglücken

In den 1970er-Jahren kam es am Flughafen Madeira zu mehreren schweren Unglücken. Eine Sud Aviation Caravelle stürzte im Jahr 1973 beim Anflug ins Meer. Eine Boeing 727 der TAP Air Portugal rutschte 1977 bei starkem Regen und Aquaplaning über die Landebahn hinaus, stürzte einen Abhang hinab und zerbrach. Dabei kamen 131 Menschen ums Leben. Eine Maschine der schweizerischen Fluggesellschaft SATA stürzte bei einem nächtlichen Landeanflug ins Meer, nachdem der Pilot die Landebahn verfehlt hatte – 36 Menschen starben.

In den vergangenen Jahren – und auch seit der Umbenennung des Flughafens – kam es jedoch zu keinen schweren Unglücken mehr. Trotz seiner spektakulären Lage und der anspruchsvollen Anflüge gilt der Flughafen heute als sicher. Dennoch bleibt jede Landung auf Madeira für viele Passagiere ein Erlebnis mit Nervenkitzel.

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