Bei „Hartz und herzlich“ werden diesmal besonders schwere Erinnerungen wach. Beate und Vera sprechen über ihre Kindheit – und stellen fest, dass beide in jungen Jahren Gewalt und Demütigungen erleben mussten. Besonders Beates Schilderungen über ihre Zeit im Kinderheim sind nur schwer zu ertragen.
Die Bewohner der Benz-Baracken lassen die Zuschauer regelmäßig auch an sehr persönlichen Momenten teilhaben. Beate gehört bereits seit vielen Jahren zu den bekanntesten Gesichtern der RTLZWEI-Sozialdoku. Hinter der dreifachen Mutter liegt jedoch eine Vergangenheit, über die sie bis heute nur schwer sprechen kann.
Ausgerechnet ein Gespräch mit Vera bringt nun Erinnerungen zurück. Auch sie hat Schlimmes erlebt. Erst kürzlich berichteten wir darüber, wie Vera bei „Hartz und herzlich“ offen über die Misshandlungen in ihrer Kindheit sprach.
Beate und Vera teilen ähnliche Erfahrungen
Im Gespräch wird schnell deutlich, dass die beiden Frauen mehr verbindet, als man zunächst vermuten könnte. Vera erinnert sich an ihre eigene Vergangenheit: „Im Heim wurden mein Bruder und ich regelmäßig schwer misshandelt.“ Daraufhin erzählt auch Beate von ihren Erfahrungen. Die heute 58-Jährige verbrachte einen Teil ihrer Kindheit in einem Heim – und berichtet bei „Hartz und herzlich“ von Zuständen, die sie bis heute nicht loslassen.
„Wir haben auch Schläge bekommen. Wir mussten unsere eigene Kotze fressen!“
„Wir haben auch Schläge bekommen. Wir mussten unsere eigene Kotze fressen!“, erzählt Beate sichtlich aufgewühlt. Schließlich habe sie es dort nicht mehr ausgehalten: „Ich bin dann später abgehauen.“ Doch schon vor dem Heimaufenthalt soll Gewalt zu ihrem Alltag gehört haben. „Wir wurden auch misshandelt von meiner Mutter“, berichtet Beate.

Beate weiß bis heute kaum etwas über ihre Geschwister
Die schwierigen familiären Verhältnisse hatten auch Folgen für die Geschwister. Beate erzählt: „Ich habe auch noch drei Geschwister: eine Zwillingsschwester, einen Bruder, der leider verstorben ist – bis heute weiß ich nicht, woran – und noch eine Schwester, die ist auch in Pflege.“
Umso unverständlicher ist für die „Hartz und herzlich“-Protagonistin rückblickend, was sie ausgerechnet an einem Ort erleben musste, der Kindern eigentlich Schutz bieten sollte. „Die Kinder, die ins Heim kommen, die müssten doch eigentlich viel mehr Liebe, viel mehr Verständnis und Geborgenheit bekommen“, sagt Beate. Vera findet dafür noch deutlichere Worte: „Das ist eine Abstellmöglichkeit.“
Für beide Frauen sind die Erlebnisse längst nicht einfach Vergangenheit. Das Gespräch zeigt vielmehr, wie sehr Erfahrungen aus der Kindheit einen Menschen noch Jahrzehnte später beschäftigen können.
RTLZWEI zeigt „Hartz und herzlich“ täglich um 18.05 Uhr.
HINWEIS DER REDAKTION | Wer selbst von Gewalt oder Misshandlung betroffen ist oder entsprechende Erfahrungen gemacht hat, kann sich Hilfe holen. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist rund um die Uhr kostenlos und anonym unter 116 016 erreichbar. Für Kinder und Jugendliche bietet die Nummer gegen Kummer unter 116 111 kostenlose und anonyme Beratung an. In akuten Gefahrensituationen sollte die Polizei unter 110 verständigt werden.


















































