Die Lockenpracht von Nicole Büttner gehört der Vergangenheit an. Die FDP-Generalsekretärin hat ihre Wettschulden beglichen und nach der Wahlniederlage in Baden-Württemberg ihre Haare abrasieren lassen.
FDP-Generalsekretärin Nicole Büttner glaubte fest daran, dass ihre Partei in Baden-Württemberg in den Landtag einziehen wird. Die Politikerin war im Januar eine Wette eingegangen. „Ich rasiere mir eine Glatze, wenn wir den Einzug in den Landtag verpassen. Alles weg. Radikal“, erklärte sie in der „Schwäbischen Zeitung“.
Die FDP-Politikerin war sich sicher: „Aber Sie werden mich niemals mit Glatze erleben. Weil wir sicher in den Landtag einziehen.“ Und weiter: „Sie erleben mich am Wahlabend strahlend und mit voller Haarpracht.“ Doch am Wahlabend kam dann alles anders.
Die FDP hat bei der Wahl im „Ländle“ eine Schlappe hinnehmen müssen. Die Liberalen erreichten nur 4,4 Prozent und verpassten damit den Einzug in den Landtag. Denn dafür wären fünf Prozent nötig gewesen. Die Partei landete damit weit unter dem Wert der letzten Wahl (10,5 Prozent) und fliegt erstmals aus dem Landtag.
„Liberale stehen zu ihrem Wort – auch in einer Niederlage“
Und Nicole Büttner? Die FDP-Politikerin steht zu der verlorenen Wette. Die 41-Jährige wollte sich nun von ihrer Lockenpracht verabschieden und sich eine Glatze rasieren lassen. „Liberale stehen zu ihrem Wort – auch in einer Niederlage. Genauso entschlossen, wie wir der Gegenentwurf zu Stillstand und Pessimismus sind, halte ich auch Wort“, sagte die Politikerin in der „Rheinischen Post“.
„Die Haare habe ich gespendet“
Nun hat sie tatsächlich ihre Wette eingelöst. „Wenn wir gemeinsam die großen Herausforderungen angehen wollen vor denen unser Land steht, dann muss die Basis dafür Vertrauen und Glaubwürdigkeit sein. Selbst wenn nicht alle meine Positionen und Meinungen teilen, sollen sie sich darauf verlassen können, dass es mir ernst ist, dass ich sage was ich denke und tue was ich sage. Dafür stehe ich mit meinem Wort – und jetzt auch meiner Frisur. PS: Die Haare habe ich gespendet“, schrieb die Politikerin in einem Instagram-Post.
Bitteres Ergebnis für FDP bei Landtagswahl
Bereits im Vorfeld hatte der Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke von der „Mutter aller Wahlen“ gesprochen. „Wenn die FDP das in diesem Land nicht schafft, wird keiner glauben, dass sie irgendwo noch die fünf Prozent überspringen kann“, lautet die düstere Prophezeiung des 64-Jährigen.
Auch der Chef der Jungen Liberalen, Finn Flebbe, forderte die Parteispitze auf, rasch zu handeln: „Dieses Ergebnis illustriert einmal mehr: Nach der Bundestagswahl hat es keinen wirklichen Neuanfang gegeben, die FDP ist unterhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle stagniert“, erklärte er dem „Spiegel“.
Das Schicksal der Liberalen ist bundesweit besiegelt, so sieht es CDU-Chef Friedrich Merz: „Die FDP ist nun seit gestern endgültig sozusagen von der politischen Bühne in Deutschland verschwunden. Sie wird keine Rolle mehr spielen.“


















































