Nach iranischen Angriffen auf Dubai haben sich zahlreiche deutsche Influencer in den sozialen Netzwerken zu Wort gemeldet und berichteten über die Ereignisse. Doch nun rudern viele zurück – haben die Promis etwa einen Maulkorb von offizieller Seite bekommen?
Zahlreiche Influencer sind in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ausgewandert und genießen die schillernde Glitzerwelt der Golfstaaten. Besonders viele bekannte Persönlichkeiten zogen nach Dubai. Doch nach dem Iran-Angriff gibt es plötzlich Raketen-Alarm im Ferienparadies. Viele Promis teilten Bilder und Videos aus Dubai.
„Ich weiß nicht, was ich sagen darf und was nicht“
In Dubai ereigneten sich unter anderem Explosionen in Hotels, Raketen fliegen über die Stadt und der Luftraum ist gesperrt. Nathalie Bleicher-Woth ist vor einiger Zeit nach Dubai ausgewandert. „Ich weiß nicht, was ich sagen darf und was nicht“, sagte die ehemalige Darstellerin aus „Berlin – Tag & Nacht“ laut „t-online“.
Ina Aogo lebt seit rund vier Jahren in Dubai. „Über unserem Haus ist gerade eine Bombe abgefangen worden. Das ganze Haus hat vibriert. Ich habe schon wieder was gehört“, schrieb die Influencerin am Wochenende. Dann postete sie ihre Erfahrungen aus einem Supermarkt: „Ihr glaubt gar nicht, was hier los ist. Es ist ’ne Riesen-Schlange, das habe ich so noch nie gesehen.“ Am Dienstag postete die 36-Jährige plötzlich: „Es ist alles noch da. Man kann alles ganz normal kaufen.“ Es herrsche keine Panik, es sei „für alles gesorgt.“ Das klingt danach, als sei sie zurückgerudert. „Wir dürfen nichts posten! Ich musste alles löschen!“, schrieb Esoterik-Influencerin Zara Secret laut „t-online“ und löschte den Beitrag danach wieder.
Wenn man Gerüchte verbreitet, drohen hohe Strafen. Die Generalstaatsanwaltschaft der Vereinigten Arabischen Emirate warnte auf der Plattform X davor, „Gerüchte sowie Informationen aus unbekannten Quellen über soziale Medien oder andere technologische Mittel zu veröffentlichen oder weiterzuverbreiten, da dies Folgen haben kann.“
Das Auswärtige Amt teilt in der „Bild“-Zeitung mit: „Die nicht immer klar erkennbaren Fotografier- und Filmverbote werden von den Behörden konsequent geahndet. Bei Zuwiderhandlung drohen Beschlagnahme der Aufnahmegeräte, Geld- und Freiheitsstrafen, Ausreisesperren (s.o.) und/oder Ausweisung.“
Bei der Verbreitung von Gerüchten oder Fake-News sind die Strafen in Dubai extrem hoch. Es drohen eine Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr und eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Dirham, wie der „Stern“ berichtet – das wären umgerechnet um die 25.000 Euro. Im schlimmsten Fall könnten Influencer des Landes verwiesen werden – damit wäre das Glitzerleben in den Vereinigten Arabischen Emiraten schnell wieder vorbei.
„Was da gerade hinter den Kulissen passiert, möchte ich gar nicht wissen“
Luxus-Makler Marcel Remus (39) sagt in der „Bild“: „Vorher haben alle totale Panik und einen Tag später posten sie alle fast gleichzeitig den gleichen Wortlaut, die gleichen Videosequenzen. ,Wir vertrauen der Regierung und den Abwehrsystemen und fühlen uns total sicher.‘ Jeder weiß doch mittlerweile: Wenn du in Dubai nur etwas Falsches sagst, fliegst du raus. Was da gerade hinter den Kulissen passiert, möchte ich gar nicht wissen.“


















































