Alfred Hitchcock ist seit über 40 Jahren tot – aber seine Filme sind bis heute unerreicht. Dazu zählt auch der Horrorklassiker „Die Vögel“. Der Streifen läuft heute im TV.
Zu den bekannten Werken von Alfred Hitchcock gehören „Das Fenster zum Hof“, „Der Unsichtbare Dritte“ und „Vertigo“. Mit „Psycho“ und „Die Vögel“ konnte er auch echte Klassiker im Horrorgenre etablieren.
Die Spannung in „Die Vögel“ wird von der ersten Minute an aufgebaut – und das fesselt die Zuschauer bis zum Ende. Eine Besonderheit ist auch die Filmmusik. Denn klassische Musik gibt es hier weniger – stattdessen werden die Vogelgeräusche in den Mittelpunkt gestellt. Bis zum Ende bleibt der Film in Erinnerung und in dem Streifen wurden Bilder geschaffen, die Horrorfans definitiv nicht vergessen werden.
Tippi Hedren wurde mit lebenden Tieren beworfen
Eine besondere Tortur waren die Dreharbeiten für Hauptdarstellerin Tippi Hedren. Damit der Vogelterror in dem Film echt wirkt, wurde die Schauspielerin für eine Szene am Ende des Films mit lebendigen Vögeln beworfen. Diese Szene wurde eine ganze Woche lang gedreht. Ein Vogel verfehlte ihr linkes Auge nur knapp – übrig blieb eine Fleischwunde. Danach erlitt Tippi Hedren einen Nervenzusammenbruch. Zudem haben die Tiere immer wieder auf ihr gehackt.
Darum geht es in dem Horrorklassiker „Die Vögel“
In einer Tierhandlung lernt die junge, wohlhabende Verlegertochter Melanie Daniels den Rechtsanwalt Mitch Brenner kennen. Weil Brenner sich über ihre Allüren lustig macht und sie zum Narren hält, beschließt Melanie, ihm einen Denkzettel zu verpassen. Mit zwei Liebesvögeln im Gepäck fährt sie an die Pazifikküste nach Bodega Bay, wo Mitch bei seiner Mutter und seiner kleinen Schwester Cathy die Wochenenden verbringt.
Um unbemerkt den Vogelkäfig absetzen zu können, schippert Melanie mit einem kleinen Boot über die Bucht zu Mitchs Haus. Auf der Rückfahrt wird sie von einer Seemöwe angegriffen und am Kopf verletzt. Daraufhin kann Mitch sie überreden, bis zur Geburtstagsfeier seiner Schwester zu bleiben. Sie mietet sich bei der Lehrerin Annie Hayworth ein, die sich als Mitchs einstige Geliebte herausstellt. Trotzdem findet Melanie in ihr eine Verbündete, mit der sie über Mitch und seine merkwürdig abweisende Mutter reden kann. Als Cathy am nächsten Tag ihren Geburtstag feiert, fallen plötzlich aufgeregte Vögel über die im Garten spielenden Kinder her.
Nach der Attacke stellt sich nur kurz Ruhe ein, denn nun scheinen alle Vögel verrückt zu spielen: Die Hühner fressen nicht mehr, die Krähen und Möwen sammeln sich und greifen die Schulkinder an. Immer häufiger und brutaler werden die Wellen ihrer Angriffe. Einige Dorfbewohner geben Melanie die Schuld, denn mit ihr und den beiden Käfigvögeln sei das Unheil über Bodega Bay gekommen. Schließlich bleibt Melanie nur noch Zuflucht im verbarrikadierten Haus der Brenners. Doch die Vögel sammeln sich schon zum Sturm.
Der 1963 in Cannes uraufgeführte Horrorfilm nimmt im Werk Hitchcocks eine Sonderstellung ein. Die abstrakte Perspektive der apokalyptischen Erzählung von dem scheinbar grundlosen, aggressiven Angriff der Vögel ist ein Ausnahmefall in seinem filmischen Schaffen. Bemerkenswert ist neben weiteren Spezialeffekten das einzigartige Sounddesign: Jegliche Vogelstimmen und Geräusche wurden von Oskar Sala, Pionier der elektronischen Musik, künstlich erstellt.
ARTE zeigt „Die Vögel“ am 22. Februar 2026 um 20.15 Uhr.


















































