Sie ist groß, haarig und kann sogar zubeißen: Die Nosferatu-Spinne sorgt in Deutschland immer wieder für Aufsehen. Besonders im Herbst können sich die Krabbeltiere auch in Häuser und Wohnungen verirren. Doch was passiert eigentlich, wenn Hund oder Katze auf die Spinne trifft?
Die Nosferatu-Spinne hat sich längst in Deutschland ausgebreitet. Ursprünglich war sie vor allem aus dem Mittelmeerraum bekannt, inzwischen wird sie jedoch bundesweit nachgewiesen. Da die Tiere Wärme mögen, werden sie hierzulande besonders häufig in und an Gebäuden entdeckt.
Gefährlich sieht die Spinne durchaus aus: Mit ausgestreckten Beinen kann sie eine beachtliche Größe erreichen. Ihren ungewöhnlichen Namen verdankt sie jedoch ihrer markanten Zeichnung auf dem Vorderkörper. Mit etwas Fantasie erinnert diese an die berühmte Vampirfigur Nosferatu.
Eine weitere Besonderheit sind ihre Hafthaare an den Beinen. Dadurch kann die Nosferatu-Spinne sogar auf glatten Oberflächen wie Glas unterwegs sein. Anders als viele andere Spinnen wartet sie zudem nicht in einem klassischen Fangnetz auf ihre Beute, sondern geht aktiv auf die Jagd.
Und tatsächlich kann die Nosferatu-Spinne zubeißen. Sie gehört zu den wenigen hier vorkommenden Spinnen, deren Giftklauen die menschliche Haut durchdringen können. Normalerweise geschieht das jedoch nur, wenn sich das Tier bedroht fühlt. Für Menschen gilt ein Biss in aller Regel als harmlos. Möglich sind Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen rund um die Bissstelle. Die Beschwerden werden häufig mit einem leichten Wespenstich verglichen.
Ist die Nosferatu-Spinne für Hunde und Katzen gefährlich?
Auch Haustierbesitzer müssen beim Anblick der großen Spinne nicht gleich in Panik geraten. Das Gift der Nosferatu-Spinne dient vor allem dazu, ihre Beutetiere wie Insekten oder andere Spinnen außer Gefecht zu setzen, wie der Naturschutzbund Deutschland e. V. (Nabu) schreibt.
Zu Begegnungen kann es dennoch kommen – schließlich dürfte eine herumkrabbelnde Spinne besonders bei neugierigen Katzen schnell den Jagdinstinkt wecken. Fühlt sich die Nosferatu-Spinne bedrängt und kann nicht fliehen, ist ein Biss zumindest denkbar.
Da es nur wenige belastbare Informationen über Bisse bei Haustieren gibt, sollte man das Tier anschließend beobachten. Im Ausnahmefall kann ein Hund oder eine Katze allergisch darauf reagieren. Treten deutliche Schwellungen, Schmerzen, ungewöhnliches Verhalten oder andere Beschwerden auf, sollte sicherheitshalber ein Tierarzt kontaktiert werden. Empfehlenswert ist zudem, die Stelle zu kühlen. Für Hunde oder Katzen ist ein Biss der Nosferatu-Spinne in der Regel jedoch ungefährlich.
Am besten kommt es jedoch gar nicht erst zum Duell zwischen Haustier und Spinne. Wird eine Nosferatu-Spinne in der Wohnung entdeckt, kann sie vorsichtig mit einem ausreichend großen Gefäß eingefangen und anschließend ins Freie gebracht werden.
Quellen: Naturschutzbund Deutschland e. V. (Nabu), Ein Herz für Tiere


















































