Die Kartoffeln kochen, die Sauce Hollandaise dampft und der Spargel führt einen erbitterten Kampf gegen seine Bitterstoffe. Eine Zutat wird dabei oft vernachlässigt – diese sorgt nämlich dafür, dass der Spargel nicht bitter ist.
Der Frühling steht in den Startlöchern – und damit beginnt auch die Spargel-Saison! Spargel kochen ist eigentlich keine große Kunst – dennoch kann dabei einiges schiefgehen. Dabei ist es mit der richtigen Vorgehensweise gar nicht schwer, die leckeren weißen oder grünen Delikatessen zuzubereiten.
Darum gehört Zucker beim Spargel dazu
Wer den Spargel mit etwas Butter kocht, hat den größten Teil schon erledigt. Aber Achtung: Der Zucker sollte keinesfalls vergessen werden! Dieser sorgt nämlich dafür, dass die Stangen nicht bitter sind. Für den perfekten Spargel-Genuss ist Zucker essenziell. Aber auch Salz gehört dazu.
Die Zucker-Salz-Mischung im Kochwasser sollte ungefähr im Verhältnis 2:1 stehen. Das bedeutet konkret: Wer nur eine Prise Salz ins Wasser gibt, sollte etwa einen gestrichenen Teelöffel Zucker hinzugeben. Je mehr Salz hinzugefügt wird, umso mehr Zucker wird benötigt. Wichtig ist übrigens auch, einen breiten Topf zu verwenden, damit darin die Spargelstangen liegen können.
Warum ist Spargel überhaupt bitter?
Wenn der Spargel sehr bitter ist, handelt es sich dabei nicht um ein verdorbenes Nahrungsmittel. Vielmehr geht es dabei um einen natürlichen Schutzmechanismus gegen Ungeziefer. Mit den Bitterstoffen in der Schale schützt sich der Spargel vor Feinden.
Wie lange sollte Spargel kochen?
Das Wasser im Kopf sollte zum Kochen gebracht werden. Danach kommen die Spargelstangen hinein, aber die Hitze sollte zurückgedreht werden. Denn der Spargel sollte nicht kochen – das schadet den empfindlichen Spargelspitzen. Eine weiße Spargelstange braucht rund 12 bis 15 Minuten, grüner Spargel 10 Minuten. Wenn die Stangen jedoch sehr dick sind, können diese auch rund eine Minute länger im Topf bleiben.
Welche Rolle spielt die Farbe bei der Spargel-Qualität?
Grüner Spargel ist meist günstiger als die weißen Stangen. Der größte Unterschied: Grüner Spargel wächst über der Erde, weißer unter der Erde. Sobald der Spargel über der Erde wächst, verfärbt sich der Kopf lila. Die Farbe sagt jedoch nichts über die Qualität aus.
Woran erkennt man frischen Spargel?
Vielmehr ist entscheidend, wie fest der Spargel ist. Wenn er sich fest und feucht anfühlt, sei das schon mal ein positives Indiz. Ein holziges Ende sei ebenfalls kein Problem – zumindest dann, wenn er beim Andrücken etwas Feuchtigkeit abgibt. Dann sind die Stangen besonders frisch.
Spargel mit schrumpeliger Konsistenz und braunen Stellen spricht hingegen nicht für eine hervorragende Qualität. Und auch die Region, wo der Spargel herkommt, ist relevant. Denn kommt die Ware von weit her, mussten die Stangen eine weitere Reise zurücklegen – und das kostet vor allem viel Zeit und Qualität. Kommt der Spargel hingegen aus der Region, ist er meist frischer.


















































