In Zeiten ohne Kühlschrank bildete sich die Theorie, dass Gewitter die Milch sauer macht. Dieser Mythos hält sich bis heute hartnäckig im Netz – aber ist da eigentlich was dran?
Vor mehr als 100 Jahren, als es noch keine Kühlschränke gab und es keine Möglichkeiten gab, Lebensmittel zu kühlen, haben die Menschen eine ungewöhnliche Beobachtung gemacht. Nach einem Gewitter war die Milch plötzlich sauer.
Das Gewitter selbst sorgt jedoch nicht für die saure Milch. Sondern vielmehr die warmen und feuchten Bedingungen, die während eines Gewitters herrschen. Die schwüle Luft förderte das Wachstum von Bakterien – und deshalb wurde die Milch nach einem Gewitter tatsächlich sauer.
Bis heute wird im Netz also behauptet, dass ein Gewitter die Milch sauer macht. Jedoch handelt es sich dabei um einen Mythos aus der damaligen Zeit – wer heute ein Kühlschrank besitzt und wenn die Milch gekühlt wird, braucht sich während eines Gewitters keine Sorgen machen, dass diese danach sauer ist. Bei Gebrauch von Milch während eines Gewitters sollte man diese also wieder schnell in den Kühlschrank stellen.
Auch die Art der Milch ist entscheidend
Ob die Milch wetterbedingt sauer wird, hängt auch damit zusammen, ob es sich um haltbare oder frische Milch handelt. Bei der ersten Variante sind die Bakterien praktisch abgetötet und ist damit auch „gewitterfest“. Frischmilch sollte hingegen sofort in den Kühlschrank, denn diese kann bei schwüler Luft tatsächlich schnell sauer werden.
Bei gewittrigem Wetter gelingt die Sahne nicht? Dieser Trick kann helfen
Es kann durchaus sein, dass die Sahne bei gewittrigem Wetter nicht gelingt. Denn es können sich kleine Butterklümpchen in wässriger Soße bilden. Das liegt ebenfalls an der schwülen Luft – selbst dann, wenn die Sahne aus dem Kühlschrank kommt. Denn die jeweilige Schüssel kann einfach zu warm sein. Aber auch hier gibt es einen Trick: Die Schale oder den Rührhaken kann man einfach etwas vorkühlen – dann klappt es auch mit der Sahne.


















































