Für eine Free-TV-Premiere ist dieser Sendeplatz durchaus ungewöhnlich: Das ZDF holt mit „Tornado“ einen prominent besetzten Actionthriller erstmals ins deutsche Free-TV. Wer den Film tatsächlich linear sehen möchte, muss allerdings ziemlich lange wach bleiben – oder sich sogar den Wecker stellen.
„Tornado“ läuft in der Nacht vom 27. zum 28. September 2026 erst um 00.40 Uhr. Zu Ende ist der Film gegen 2 Uhr. Damit versteckt sich die Free-TV-Premiere tief im Nachtprogramm des Senders.
Dabei kann sich die Besetzung durchaus sehen lassen. Neben der japanischen Schauspielerin Kōki gehören Tim Roth, Jack Lowden, Takehiro Hira und Rory McCann zum Cast. Regie führte John Maclean, der auch das Drehbuch geschrieben hat.
Darum geht es in „Tornado“
Die Britischen Inseln 1790: Tornado (Kôki,) und ihr Vater Fujin (Takehiro Hira) ziehen als Schausteller durch die kargen Lande. Das Leben von Vater und Tochter ist entbehrungsreich und hart. Die meiste Zeit verbringen sie unter freiem Himmel, führen vor ihrem meist armen Publikum ein Puppenstück auf, das von zwei Samurai handelt und blutig endet.
Blutig wird es auch, als sich die Wege Tornados und ihres Vaters mit denen der marodierenden Diebesbande Sugarmans (Tim Roth) kreuzen. Sugarmans Leute haben einige Zeit zuvor eine Kirche ausgeraubt und zwei schwere Säcke mit Gold erbeutet. Vom Marionettentheater abgelenkt, bemerken sie nicht, wie ein kleiner Junge (Nathan Malone) das Gold stiehlt. Diesen wiederum beobachtet Tornado. Sie nimmt ihm das Gold ab und versteckt es im Wald. Eine Hoffnung auf ein besseres Leben.
Auf der Suche nach der Beute halten Sugarman und seine Männer den Wagen Tornados und ihres Vaters auf. Es kommt zum Kampf, der Vater stirbt. Tornado flieht. Sugarman und seine Bande heften sich an ihre Fersen. Der Spur des Goldes folgt eine Spur des Blutes. Wie ein Mann – wie ein Samurai – muss Tornado um ihr Leben kämpfen.

„Tornado“ spaltet die Filmfans
Der Streifen stammt aus dem Jahr 2025 und feiert nun seine deutsche Free-TV-Premiere – jedoch zu einer ungewöhnlichen Sendezeit. Dass das ZDF den Film mitten in der Nacht zeigt, stößt bei einigen Nutzern auf Unverständnis.
Bei den Kritikern kommt das ungewöhnliche Genre-Experiment überwiegend gut an. Bei „Rotten Tomatoes“ sind derzeit 66 Prozent der erfassten Kritiken positiv. Vor allem die ungewöhnliche Verbindung aus Samurai- und Western-Elementen sowie die Bilder werden gelobt. Andere Kritiker bemängeln dagegen Tempo und Figurenzeichnung.
„Durchhaltevermögen und Überlebenskampf – der Film ließ mich tagelang nicht los“, schreibt laut „Watson“ ein Nutzer bei „Rotten Tomatoes“. „Endlich mal wieder ein richtiger Film. So war Kino früher – mit Popcorn und allem Drum und Dran. In den 80er und 90er Jahren haben wir solche Filme gar nicht richtig zu schätzen gewusst“, heißt es in einem anderen Kommentar.
„Tornado“ ist auch in der ZDF‑Mediathek verfügbar
Wer „Tornado“ im klassischen Fernsehen erleben möchte, braucht jedenfalls Durchhaltevermögen: Los geht es erst um 00.40 Uhr. Immerhin gibt es eine Alternative zur Nachtschicht: Der Film soll rund um die TV-Ausstrahlung auch über das Streamingangebot des ZDF verfügbar sein.



















































