Petersilie gehört zu den beliebtesten Kräutern in der Küche. Es gibt jedoch einen Zeitpunkt, wo Petersilie giftig werden kann und ein Gesundheitsrisiko darstellt.
Petersilie ist extrem pflegeleicht und wächst sowohl im Beet als auch im Topf. Und sie ist total gesund: Das Kraut enthält B-Vitamine sowie Vitamin C, Calcium und Magnesium. Es ist daher wenig überraschend, dass Petersilie in der Küche extrem beliebt ist – und dennoch gibt es einen Zeitpunkt, wo das Kraut durchaus gefährlich werden kann.
Finger weg von der blühenden Petersilie
Bei der Ernte von Petersilie kommt es vor allem auf den richtigen Zeitpunkt an. Zwischen Juni und Juli kann es nämlich kritisch werden, wie t-online berichtet. Denn in dieser Zeit beginnt die Gewürzpflanze zu blühen. Dadurch wird das giftige Apiol gebildet. Der Giftstoff kann allergische Reaktionen auslösen. Bei einer zu hohen Dosis sind sogar Nieren- und Leberschäden möglich. Auch andere Teile der Pflanze sind in dieser Zeit giftig – dazu zählen beispielsweise die Samen, welche ebenfalls einen sehr hohen Apiol-Gehalt haben.
Im Mittelalter wurden die Samen der Petersilie für einen Schwangerschaftsabbruch verwendet. Denn der Giftstoff kann eine Kontraktion der Gebärmutter auslösen – aus dem Grund sollten Schwangere in dem Fall keine Petersilie verzehren. Nach der Blüte steigt der Apiol-Gehalt der ganzen Petersilienpflanze. Dann sollten nicht nur die Samen gemieden werden, sondern auch der Rest der Pflanze. Grundsätzlich sollte man dann die Finger von Petersilie lassen oder das Gewürz nur in kleinen Mengen verzehren.
Im Jahr 2023 wurde die Petersilie zur Giftpflanze gekürt. „Wiederum zeigt sich, dass unsere Lebensmittel auch eine dunkle Seite haben, von der viele Menschen keine Kenntnis haben“, sagt Helge Masch, Botanischer Sondergarten Hamburg-Wandsbek, laut Deutschlandfunk Nova.
Die Petersilie ist eine zweijährige Pflanze. Im ersten Jahr gibt es keine Bedenken. „Die leckeren Blätter frischer Petersilie sind nicht gefährlich. Man kann ruhig weiter damit kochen. Sie haben auch einen extrem hohen Gehalt an Vitamin C“, erklärt Biologin Jasmin Schreiber. Im zweiten Jahr im Sommer beginnt die Petersilie zu blühen – und ab diesem Moment ist sie nicht verzehrbar. Wer dann doch zu viel von der blühenden Petersilie gegessen hat, sollte laut der Expertin den Giftnotruf wählen.


















































