Ob als Beilage oder auch als Grundlage für leckere Hauptgerichte: Reis ist ein echter Allrounder in der Küche. Doch bevor der Reis im Topf landet, lohnt sich ein kleiner Zwischenschritt.
Für viele gehört Reis selbstverständlich auf den Teller. Ein kleiner Handgriff wird dabei oft vergessen – und zwar den Reis waschen, bevor er gekocht wird. Aber was steckt genau dahinter?
Diese Vorteile hat es, Reis zu waschen
Das kurze Waschen vor dem Kochen kann die Konsistenz von Reis deutlich verbessern. Kommt der Reis ungewaschen ins Wasser, kann er schneller verkleben. Die überschüssige Stärke wird beim Waschen nämlich entfernt. Besonders bei Langkornsorten wie Basmati oder Jasminreis können sich die Körner besser entfalten und verkleben nicht so schnell. Für viele Gerichte ist genau das erwünscht.
Auch die Verbraucherzentrale Bayern rät dazu, den Reis vor dem Kochen gründlich zu waschen – und das aus einem weiteren Grund. Denn die Reispflanze zieht aus dem Boden Arsen und ist demnach ein von Natur aus belastetes Lebensmittel. „Arsen ist ein natürlicher Bestandteil der Erdkruste. Sogenanntes anorganisches Arsen ist als krebserregender Stoff klassifiziert. Es kommt häufig in Böden, Grund- und Oberflächenwasser vor und gelangt über die Wurzeln der Reispflanze in die Reiskörner“, schreibt die Verbraucherzentrale Bayern laut dem Bayerischen Rundfunk.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist ebenfalls darauf hin: „Untersuchungen der Überwachungsbehörden der Bundesländer haben ergeben, dass Reis und Produkte auf Reisbasis, wie Reiswaffeln, Reissnacks und Reisflocken für Reisbrei, relativ hohe Gehalte an anorganischem Arsen aufweisen können. Anorganisches Arsen ist als für den Menschen krebserzeugend klassifiziert, eine gesundheitlich unbedenkliche Aufnahmemenge konnte bislang nicht abgeleitet werden.“ Es gelten jedoch klare gesetzliche Höchstwerte für solche Stoffe – werden diese überschritten, darf das jeweilige Produkt nicht verkauft werden.
Kochbeutel-Reis und Risotto als Ausnahme
Risotto-Fans wissen, dass man diesen Reis keinesfalls vor dem Kochen waschen sollte. Denn die Stärke verleiht den Körnern eine gewisse Cremigkeit – und genau das zeichnet Risotto-Reis aus. Zwar kann auch Risotto Spuren von Arsen enthalten – jedoch nur in sehr geringen Mengen und ist für den Körper demnach unbedenklich. Kochbeutel-Reis ist in der Regel bereits industriell vorgereinigt. Ein zusätzliches Spülen ist demnach nicht vorgesehen, kann aber auch nicht schaden – zumindest gibt es bei Kochbeutel-Reis keine klaren Vorgaben.
Wichtig ist bei allen Reissorten, dass dieser mit viel Wasser gekocht wird. Auch dadurch lässt sich die Aufnahme von anorganischem Arsen verringern und es ist vor allem sinnvoll bei Menschen, welche viel Reis verzehren. Um die Arsenbelastung zusätzlich zu reduzieren, wird empfohlen, das Kochwasser anschließend wegzuschütten.
Fazit: Verbraucher können leider nicht erkennen, wie viel Arsen in Reis oder Reisprodukten steckt. Deshalb kann man mit gründlichem Waschen vor dem Kochen auf Nummer sicher gehen. Ausnahmen sind jedoch Risotto-Reis sowie Reis aus dem Kochbeutel.


















































