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Borderline: So sollten Freunde mit Betroffenen umgehen!

iStock / AntonioGuillem

Menschen mit einer Borderline-Erkrankung können in ein tiefes Loch fallen, wenn sie allein sind. Betroffene haben Angst vor Zurückweisung. KUKKSI verrät, wie Freunde mit Borderlinern umgehen sollten. 

Betroffene haben Probleme, ihre Gefühle zu steuern. Borderliner leiden unter extremen Stimmungsschwankungen, haben Angst vor dem Verlassenwerden oder Zurückweisung. Sie lehnen sich teilweise selber ab, führen sich Selbstverletzungen, fühlen sich innerlich leer zu und wollen nicht allein sein – sie können aber auch nur schwer Beziehungen eingehen. Es bestehen auch zwischenmenschliche Probleme – das kann sich beispielsweise auch auf den Arbeitsplatz negativ auswirken.

Für Angehörige oder Freunde ist der Umgang mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung deshalb nicht immer einfach. Borderliner haben meist eine Bezugsperson, welche für sie die Lösung aller Probleme sein könnte. Aufgrund der Impulsivität haben Borderliner ein Schwarz-Weiß-Denken – entweder sie stehen einer Person sehr nahe, aber können sie auch gleichzeitig sehr schnell hassen. Eine übermäßige Begeisterung kann sich schnell in das komplette Gegenteil verwandeln und in einer völligen Entwertung enden.

Ständiger Wechsel zwischen Nähe und Distanz

Borderliner stellen häufig einen einen Alleinanspruch auf nahestehende Personen – deshalb spielt Eifersucht oder Misstrauen bei Betroffenen auch eine große Rolle. Immer wieder kann es deshalb auch zu Wutausbrüchen kommen – diese richten sich aber nie gezielt gegen andere Personen. Für das Umfeld sind die heftigsten Gefühlsschwankungen oft nicht nachvollziehbar. Nahestehende Personen tuen meist viel für den Borderliner und stellen die eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund. Bei einer Freundschaft mit einem Borderliner sollte man mit emotionalen Achterbahnfahrten sowie der ständige Wechsel zwischen Nähe und Distanz klarkommen. Wenn Borderliner den Kontakt abbrechen, hat das meistens nichts mit der anderen Person zu tun – es handelt sich bei oft um ein Selbstschutz-Verhalten. Zudem muss man damit klarkommen, dass Borderliner oft lügen – weil es eben nicht in ihr Schwarz weiß geprägtes Selbstbild passt oder Angst haben, verlassen zu werden.

Empathie und Verständnis ist wichtig

Eine therapeutische Behandlung ist auch für Angehörige oder Freunde sinnvoll – dort wird das Krankheitsbild erklärt. Denn das Wissen über die Borderline-Störung ist ein guter Schritt, um Betroffene besser zu verstehen. Denn nur dann kann man zur Besserung der Krankheitssymptome beizutragen. Es ist ein fordernder Lernprozess, der bei Borderlinern aber notwendig ist. Nur, wenn man die Krankheit versteht, kommt man mit einem Borderliner gut klar. Dem Betroffenen sollte man Empathie und Verständnis für seine Situation entgegen bringen, aber gleichzeitig auch Grenzen setzen, um auch an sein eigenes Wohl zu denken. Eine Freundschaft oder eine Beziehung mit einem Borderliner kann auch bereichernd sein, da man sich der Herausforderung gemeinsam stellt wie beispielsweise einer Therapie – so lernen nahestehende Person mehr über die Krankheit und der Betroffene geht diesen Weg nicht allein. Schon gelesen? Wie man mit einem Borderline-Erkrankten umgeht

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