Das erste Date steht an – doch wohin eigentlich? Restaurant, Bar oder eine entspannte Runde durch den Park? Die Wahl des Treffpunkts kann durchaus beeinflussen, wie locker das erste Kennenlernen verläuft. Einen eindeutigen wissenschaftlichen Sieger gibt es allerdings nicht.
Beim ersten Date geht es vor allem um eines: herauszufinden, ob die Chemie stimmt. Dafür braucht es keinen spektakulären Ort. Viel wichtiger ist eine Umgebung, in der man sich gut unterhalten kann und beide möglichst entspannt sind. Dennoch hat eine Variante einige praktische Vorteile: der Spaziergang.
Darum ist ein Spaziergang fürs erste Date so praktisch
Statt sich permanent an einem Tisch gegenüberzusitzen, ist man gemeinsam unterwegs. Gerade bei anfänglicher Nervosität kann sich das weniger nach einem klassischen „Bewerbungsgespräch“ anfühlen. Hinzu kommt: Die Umgebung liefert automatisch Gesprächsstoff. Ein kurioser Hund, ein schönes Gebäude oder das Café an der nächsten Ecke können kleine Gesprächspausen überbrücken.
Auch Untersuchungen zum gemeinsamen Gehen liefern einen interessanten Hinweis. Eine im Fachjournal „Acta Psychologica“ veröffentlichte Studie beschäftigte sich mit dem Zusammenhang von gemeinsamem Gehen, Gesprächen und zwischenmenschlichen Eindrücken. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sowohl das gemeinsame Gehen als auch das Gespräch mit positiveren Eindrücken des Gegenübers verbunden sein können. Dabei handelte es sich allerdings nicht speziell um eine Dating-Studie.
Der größte Vorteil: Das Date bleibt flexibel
Für ein erstes Kennenlernen ist Flexibilität Gold wert. Schließlich weiß man vorher nicht, ob man nach 30 Minuten wieder nach Hause möchte – oder plötzlich fünf Stunden miteinander verbringt. Genau hier punktet der Spaziergang. Läuft es richtig gut, kann man anschließend spontan einen Kaffee trinken, in eine Bar gehen oder noch gemeinsam essen. Stimmt die Chemie dagegen überhaupt nicht, lässt sich die Runde beenden, ohne noch auf Hauptgang, Rechnung und Dessert warten zu müssen.
Auch Café und Bar sind eine gute Wahl
Wer keine Lust auf einen Spaziergang hat oder vom Wetter ausgebremst wird, kann sich in einem Café oder einer Bar treffen. Entscheidend ist dabei weniger die Art des Lokals als die Atmosphäre.
Eine extrem laute Bar, in der man seinem Gegenüber jedes zweite Wort ins Ohr schreien muss, ist fürs Kennenlernen eher unpraktisch. Eine ruhigere Location bietet dagegen einen ähnlichen Vorteil wie der Spaziergang: Man kann zunächst ein Getränk bestellen und später entscheiden, ob man bleiben möchte.
Auch eine große deutsche Single-Umfrage zeigt, dass unkomplizierte Treffpunkte gut ankommen. In einer 2024 veröffentlichten Parship-Befragung unter 1.621 Singles nannten 83 Prozent Unternehmungen im Freien wie Spaziergänge oder Picknicks als bevorzugte Date-Variante. Café oder Restaurant kamen auf 76 Prozent. Mehrfachnennungen waren möglich.

Restaurant? Kann wunderbar funktionieren
Ein gemeinsames Abendessen ist deshalb keineswegs eine schlechte Idee. Wer sich bereits etwas kennt oder gern länger zusammensitzen möchte, kann sich beim Essen hervorragend unterhalten.
Bei einem Date mit einer bislang völlig fremden Person ist man allerdings stärker an die Situation gebunden. Wer nach zehn Minuten merkt, dass es überhaupt nicht passt, kann schlecht mitten vor der Vorspeise aufspringen und verschwinden.
Andererseits kann genau das längere Zusammensitzen dafür sorgen, dass ein Gespräch überhaupt erst in Fahrt kommt. Nicht bei jedem Menschen funkt es schließlich innerhalb der ersten fünf Minuten.
Welcher Ort eignet sich nun am besten?
Für ein völlig unverbindliches erstes Kennenlernen hat der Spaziergang einige Vorteile. Er kostet nichts, sorgt für Bewegung, bietet Gesprächsanlässe und lässt sich jederzeit verlängern.
Noch besser kann eine Kombination funktionieren: Erst gemeinsam spazieren und anschließend spontan einen Kaffee oder Drink nehmen. So muss vor dem Treffen niemand entscheiden, ob man die nächsten drei Stunden miteinander verbringen möchte.
Denn Restaurant, Bar oder Park sind am Ende nur die Kulisse. Wenn zwei Menschen wirklich auf einer Wellenlänge liegen, dürfte es ziemlich egal sein, ob der erste Funke zwischen Weißweinglas, Cappuccino oder Parkbank überspringt.
Quellen: Acta Psychologica, Parship



















































