Jens Spahn hat öffentlich gemacht, dass sein Sohn mithilfe einer Leihmutter in den USA zur Welt gekommen ist. Die Nachricht löste jedoch nicht nur Glückwünsche, sondern auch eine heftige politische Debatte aus. Nun meldet sich Schlagersängerin Kerstin Ott zu Wort – und rechnet schonungslos mit dem CDU-Politiker ab.
Eigentlich wollte Jens Spahn (46) lediglich sein privates Glück mit der Öffentlichkeit teilen. „Mein Mann ist Papa geworden, und ich mit ihm. Georg ist unser ganzes Glück. Dieses Gefühl lässt sich kaum in Worte fassen“, erklärte der CDU-Politiker gegenüber der „Bild“-Zeitung.
Auch sein Ehemann Daniel Funke äußerte sich zu der Familiengründung: „Uns ist bewusst, dass beim Thema Leihmutterschaft oft Unsicherheit herrscht und auch manches Vorurteil besteht. Aber wie sagte der große Franz Beckenbauer: ‚Der liebe Gott freut sich über jedes Kind‘.“
Doch die Geburt von Sohn Georg sorgt inzwischen für politischen Zündstoff. Das Kind wurde von einer Leihmutter in den USA ausgetragen. In Deutschland ist Leihmutterschaft dagegen gesetzlich verboten. Die Bundesregierung hat bereits deutlich gemacht, dass sich an dieser Rechtslage auch künftig nichts ändern soll.
Genau daran entzündet sich nun die Kritik von Kerstin Ott (44). Zunächst gratuliert die Schlagersängerin dem frischgebackenen Vater: „Herzlichen Glückwunsch, Jens Spahn.“ Anschließend richtet sie in einem Instagram-Video deutliche Worte an den CDU-Politiker: „Du hast ja gerade Nachwuchs bekommen über eine Leihmutterschaft, die ihr hier in Deutschland per Politik einfach untersagt habt.“
Für Kerstin Ott liegt der entscheidende Widerspruch zwischen Spahns privater Entscheidung und der politischen Linie, die seine Partei vertritt. „Du selber kannst deine Politik überhaupt nicht leben. Du kannst damit überhaupt nichts anfangen, willst aber, dass alle anderen genauso handeln, wie ihr das beschließt“, so Kerstin Ott.
„Du bist ein Grund dafür, warum die Menschen der Politik in Deutschland nicht mehr glauben“
Damit nicht genug: Die Sängerin wirft dem CDU-Politiker vor, seine finanziellen Möglichkeiten genutzt zu haben, um sich seinen Kinderwunsch im Ausland zu erfüllen. „Ihr fragt euch, warum die Menschen euch nichts mehr glauben. Du bist ein Grund dafür, warum die Menschen der Politik in Deutschland nicht mehr glauben. Und ich finde es eine unfassbare Frechheit, dass du, nur weil du Kohle hast, das einfach durchziehen kannst.“
Nach Ansicht von Kerstin Ott könnten solche Fälle das ohnehin angeschlagene Vertrauen vieler Menschen in die Politik weiter beschädigen. Von Politikerinnen und Politikern erwartet sie, dass deren privates Handeln mit den öffentlich vertretenen Positionen übereinstimmt. „Ihr habt eine Verantwortung. Es kann doch nicht wahr sein, dass ihr euch hinstellt und sagt, das geht nicht – aber ihr macht es selber immer wieder und immer wieder. […] Das macht mich so sauer.“















































