Leben

Mini-Jetlag nach Zeitumstellung: So kann die verlorene Stunde gesund ausgeglichen werden

Müde und Kaffee
iStock / morgan23

Zweimal im Jahr findet die Zeitumstellung statt. Die Uhr wird am 29. März 2026 auf Sommerzeit umgestellt. Die Folgen spüren viele noch Tage oder Wochen danach und haben körperliche oder psychische Beschwerden. Was kann man gegen den Sommerzeit-Jetlag tun?

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In der Europäischen Union wird seit Jahren über eine Abschaffung der Zeitumstellung diskutiert. 2018 sprach sich eine Mehrheit der Bürger in einer Umfrage für ein Ende aus. Dennoch gibt es bislang keine einheitliche Lösung. Der Grund: Die Mitgliedstaaten können sich nicht auf eine dauerhafte Sommer- oder Winterzeit einigen.

Wann wird die Uhr umgestellt?

Die Uhren werden am 29. März 2026 von 2 auf 3 Uhr vorgestellt. Uns wird also eine Stunde „geklaut“. Am 25. Oktober 2026 müssen die Uhren dann auf die Winterzeit um eine Stunde zurückgestellt werden.

Rund 30 Prozent der Deutschen leiden unter der Zeitumstellung, wie aus einer Umfrage der Krankenkasse DAK-Gesundheit aus dem Jahr 2024 hervorgeht. Frauen seien fast doppelt so oft betroffen wie Männer. 79 Prozent der Betroffenen sagen, dass sie sich müde und schlapp fühlen. Die Folgen sind Einschlafprobleme sowie Schlafstörungen (39 Prozent), Gereiztheit (32 Prozent) und depressive Verstimmungen (10 Prozent). Einige Berufstätige gaben sogar an, aufgrund der Zeitumstellung nicht pünktlich auf der Arbeit erschienen zu sein.

Wie kann man den Mini-Jetlag nach der Zeitumstellung überwinden?

Die „verlorene“ Stunde nach der Zeitumstellung kann sinnvoll genutzt werden. Zum einen empfiehlt es sich, eher ins Bett zu gehen. So kann die Stunde Schlaf nachgeholt werden. Bis sich einige an die „neue Zeit“ gewöhnen, kann es einige Tage dauern. Der natürliche Wechsel von Licht und Dunkelheit kann helfen, sich an den neuen Schlafrhythmus zu gewöhnen. Vorhänge und Jalousien sollten nicht verschlossen werden, um sich vom Tageslicht wecken zu lassen, wie Familienberaterin Ruth Marquardt gegenüber RTL rät.

Laut der Expertin ist zudem Bewegung an der frischen Luft gut. Kurze Spaziergänge oder eine Radtour können den Kreislauf in Schwung bringen. Denn so haben Müdigkeit und Trägheit keine Chance. „Gut ist es, schon mal morgens in Wallung kommen, wenn es dunkel ist, trotzdem rauszugehen, so ein bisschen Tageslicht auch in der Mittagspause einzukassieren“, sagt Ruth Marquardt.

Zudem sollten das Smartphone, Tablet und Co. zur Seite gelegt werden. Denn das blaue Licht hält uns wach und kann zusätzlich für Schlafprobleme sorgen. Und wer das Handy nicht zur Seite legen will, für den hat die Expertin auch einen Ratschlag: „Da gibt es ja diese Filter mittlerweile, die man einstellen kann.“

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