Schnecken treiben viele Hobbygärtner zur Weißglut. Kaum sprießen die ersten zarten Pflanzen, sind sie oft schon zur Stelle – und hinterlassen sichtbare Spuren. Über zahlreiche Bekämpfungsmethoden wird im Netz immer wieder diskutiert. Eine vergleichsweise sanfte Variante ist das Einfrieren der Tiere.
Nacktschnecken gehören zu den häufigsten Besuchern im Garten und sorgen bei vielen Hobbygärtnern für Frust. Besonders gefürchtet ist die Spanische Wegschnecke. Sie gilt als äußerst gefräßig und wenig wählerisch. Vor allem junge Pflanzen und zarte Blätter stehen auf ihrem Speiseplan. Salat, Gemüse wie Zucchini oder Kohl sowie frisch gesetzte Keimlinge sind besonders gefährdet. Bei feuchtem Wetter ist vor allem ihre Vermehrung ein großes Problem. Eine kleine Population kann sich deshalb rasch ausbreiten und erhebliche Schäden verursachen.
Schnecken einfrieren gilt als tierfreundliche Methode
Viele Hobbygärtner zerbrechen sich daher den Kopf, wie sich die Schneckeninvasion in den Griff bekommen lässt. Ein Trick, der immer wieder empfohlen wird: die Schnecken einzufrieren. Das mag sich im ersten Moment nach einer grausamen Methode anhören – tatsächlich gilt sie als vergleichsweise tierfreundlich und wird auch von Experten empfohlen.
Das Einfrieren versetzt die Schnecken in einen schlafähnlichen Zustand, bevor sie sterben. Diese Methode ähnelt ihrem natürlichen Tod in einem strengen Winter, schreibt das Umweltbundesamt auf seiner Website.
Auch diese Varianten werden empfohlen
Laut dem Umweltbundesamt gibt es noch zwei weitere Methoden, die für die Weichtiere nicht qualvoll sind. Demnach können die Tiere mit einem scharfen Messer oder einer Gartenschere zerschnitten werden. Der Schnitt sollte im ersten Drittel des Körpers angesetzt werden.
Zudem besteht die Möglichkeit, die Schnecken mit kochendem Wasser zu übergießen. Die Wassermenge muss dabei mindestens so groß sein, dass alle Schnecken vollständig bedeckt sind. Sowohl das Übergießen mit kochendem Wasser als auch das Zerschneiden gehen sehr schnell und sind für die Tiere weniger qualvoll als andere Methoden.
Auf diese Methoden sollten Hobbygärtner verzichten
Die Tiere sollten keinesfalls mit Gift, Salz, Essig, durch Ertränken oder Ersticken getötet werden. Denn Schnecken würden dabei qualvoll sterben – zudem könnten insbesondere bei Gift auch andere Tiere geschädigt werden. Auch Backpulver sollte keinesfalls eingesetzt werden, da der Tod für die Schnecken äußerst qualvoll wäre.
Die getöteten Schnecken im Garten liegen zu lassen, ist ebenfalls keine gute Idee. Nacktschnecken fressen auch (tote) Artgenossen und werden von deren Geruch angezogen. Die getöteten Tiere sollten daher umgehend entsorgt oder vergraben werden.
Die spanische Wegschnecke kann auch eingesammelt und freigelassen werden. Das sollte jedoch in ausreichender Entfernung vom eigenen Grundstück geschehen. Denn die Weichtiere erinnern sich an das reichhaltige Nahrungsangebot im Garten und könnten zurückkehren. Wo die Schnecken freigelassen werden, sollte verantwortungsbewusst vor Ort entschieden werden. In der freien Natur könnten sie weiteren Schaden anrichten – daher sind Wälder und Naturschutzgebiete ungeeignet. Da Nacktschnecken jedoch häufig Hundekot fressen, kann eine städtische Hundewiese eine mögliche Alternative sein.


















































