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    Flut-Katastrophe: Hätte das Unglück verhindert werden können?

    Hätten 133 Menschenleben gerettet werden können?
    IMAGO / Future Image

    Es ist eine traurige Bilanz: Mindestens 133 Tote hat das Unwetter in Deutschland gefordert. Dabei gibt es bundesweit Frühwarnsysteme, die diese Katastrophe vorausgesagt haben. Warum wurde dennoch nichts unternommen? In unserer Zeit, wo uns Technik so viel ermöglicht, hätte es gar nicht so weit kommen dürfen.

    Deutschland hat Wetterdienste, die bei schweren Unwettern Warnungen rausschicken, um rechtzeitig Maßnahmen zu treffen. Trotz dieser Frühwarnsysteme mussten mindestens 133 Menschen ihr Leben lassen. Viele Menschen sind sogar noch vermisst. Die Zahl der Todesopfer könnte also noch deutlich höher werden.

    Warnmeldungen gingen raus

    Die Hochwetter-Expertin Hannah Cloke kritisiert die fehlenden Maßnahmen stark und macht so richtig deutlich, dass einfach nicht gehandelt wurde. ,,Schon mehrere Tage vorher konnte man sehen, was bevorsteht“, sagt sie gegenüber ZDHheute. ,,Im Jahr 2021 sollten wir nicht so viele Todesopfer zu beklagen haben“, kritisiert sie Professorin für Hydrologie an der britischen Universität Reading. Es seien alle Warnmeldungen der Wetterdienste rausgegangen, doch nicht bei den Menschen angekommen. Irgendwo scheinen die Informationen also stecken geblieben zu sein. Doch wer ist nun schuld an dieser Katastrophe, bei der über 100 starben?

    Ein Fehler der Landkreise?

    Ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes meint bei ZDFheute, dass sie ihre Aufgabe gut erledigt haben. Sie hätten alles getan, was zu tun war und rechtzeitig gewarnt. Es sei aber nicht deren Aufgabe, Maßnahmen wie Evakuierungen oder Ähnliches anzuordnen. Dafür seien vor allem die Landkreise, Kommunen und kreisfreie Städte zuständig. Für Cloke besteht kein Zweifel. Man hätte viel eher evakuieren müssen. Wenn die Kette zwischen Warnmeldung und Evakuierung zu lang dauert, dann lässt es sich nicht auf einen menschlichen Fehler zurückführen, sondern eher auf beschwerliche Kommunikation. In der rheinland-pfälzischen Stadt sind zwölf Menschen in einer Betreuungseinrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung gestorben, weil sie einfach nicht evakuiert wurden. Rechtzeitiges Handeln hätte nicht nur diese Menschenleben, sondern auch noch viele andere retten können. Schon gelesen? Flut-Katastrophe: 133 Tote! Damm bei Heinsberg gebrochen.

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