Am 6. September 2026 wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. Rund 1,7 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Wahllokale haben noch bis 18 Uhr geöffnet, anschließend werden die ersten Prognosen erwartet.
Mit besonderer Spannung wird das Abschneiden der AfD erwartet. Die Partei mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lag in den letzten Umfragen deutlich vor der CDU von Ministerpräsident Sven Schulze. Damit könnte die Wahl die politischen Kräfteverhältnisse in Sachsen-Anhalt grundlegend verändern. Auch bundesweit wird deshalb mit großer Aufmerksamkeit auf den Ausgang der Abstimmung geblickt.
Alle neuen Entwicklungen zur Wahl in Sachsen-Anhalt
Enorm hohe Wahlbeteiligung bis zum Mittag
In Sachsen-Anhalt zeichnet sich bereits am Mittag ein deutlich größeres Interesse an der Landtagswahl ab als noch 2021. Nach Angaben der Landeswahlleiterin hatten bis 12 Uhr bereits 34,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Vor fünf Jahren waren es zu diesem Zeitpunkt lediglich 22,4 Prozent. Bis zum Ende des damaligen Wahltages stieg die Beteiligung – einschließlich der Briefwahl – auf insgesamt 60,3 Prozent.
AfD-Kandidat Ulrich Siegmund gibt sich siegessicher
Kurz vor der Entscheidung in Sachsen-Anhalt gibt sich AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund siegessicher. Beim Abschluss des Wahlkampfs in Magdeburg erklärte der 35-Jährige: „Wir haben die Wahl im Prinzip bereits gewonnen.“ Seine Partei habe zudem schon „Geschichte geschrieben“, sagte Siegmund vor seinen Anhängern. Die Polizei zählte bei der Veranstaltung an der Elbe rund 5.500 Teilnehmer. Die AfD selbst nannte zeitweise eine Zahl von mehr als 6.000 Menschen. Neben Siegmund stand auch AfD-Bundesvorsitzender Tino Chrupalla auf der Bühne. Gleichzeitig versammelten sich in der Nähe mehrere Dutzend Gegendemonstranten. Für Ulrich Siegmund ist allerdings klar: Das Amt des Ministerpräsidenten strebt er nur an, wenn seine Partei eine absolute Mehrheit erzielt und ohne Koalitionspartner regieren kann. In den letzten Umfragen lag die AfD deutlich an der Spitze. Ob sich dieser Vorsprung tatsächlich an der Wahlurne bestätigt, entscheidet sich jedoch erst bei der Landtagswahl am Sonntag.
Eva von Angern: Reicht die Linke-Spitzenkandidatin der CDU die Hand?
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kommt es in Magdeburg zu einem besonders spannenden Duell: Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern bewirbt sich ausgerechnet im Wahlkreis von Ministerpräsident Sven Schulze um das Direktmandat. Die erfahrene Landespolitikerin sitzt bereits seit vielen Jahren im Landtag und will die Linke auch künftig als wichtigen politischen Faktor etablieren. Brisant ist vor allem die Konstellation nach der Wahl. Während Eva von Angern und Sven Schulze in Magdeburg direkte Konkurrenten sind, könnten CDU und Linke anschließend bei der Bildung einer mehrheitsfähigen Regierung aufeinander angewiesen sein. Damit könnte von Angern nach der Abstimmung eine entscheidende Rolle zukommen.










































