Eine Sonnenfinsternis ist ein spektakuläres Fotomotiv – und das Smartphone ist schnell gezückt. Doch Vorsicht: Wer die Kamera ungeschützt auf die Sonne richtet, kann im schlimmsten Fall den Sensor beschädigen. Besonders bei Teleobjektiven ist Vorsicht geboten. Die NASA erklärt, worauf man beim Fotografieren achten sollte.
Für beeindruckende Aufnahmen einer Sonnenfinsternis braucht man nicht unbedingt eine teure Profikamera. „Ob mit einer hochwertigen Spiegelreflexkamera oder dem Smartphone – während der Sonnenfinsternis lassen sich großartige Fotos machen“, erklärt die NASA. Entscheidend sind vielmehr die richtige Vorbereitung und vor allem der Schutz von Augen und Kamera.
Wer die teilweise bedeckte Sonne direkt fotografieren möchte, sollte einen geeigneten Sonnenfilter vor der Kameralinse verwenden. Einfach längere Zeit mit dem ungeschützten Smartphone direkt auf die Sonne zu zielen, sollte dagegen vermieden werden.
Besonders bei Teleobjektiven drohen Schäden
Richtig kritisch kann es werden, wenn ein Teleobjektiv oder ein entsprechender Aufsatz verwendet wird. Die Optik bündelt das Sonnenlicht und konzentriert es auf den Kamerasensor. Ohne geeigneten Filter kann dieser dadurch beschädigt werden.
Die NASA warnt bei ungefilterten Tele-Aufsätzen ausdrücklich vor der Gefahr, konzentriertes Sonnenlicht auf den Bildsensor zu lenken. Wichtig: Der Sonnenfilter gehört vor das Teleobjektiv und nicht zwischen Aufsatz und Smartphone.
Bei einer normalen Handykamera ohne zusätzliche Optik ist das Risiko geringer. Dennoch sollte man das Smartphone nicht unnötig lange direkt auf die Sonne richten. Moderne Geräte verfügen teilweise über größere und lichtstärkere Kamerasysteme – ein geeigneter Sonnenfilter ist deshalb die sicherste Variante.
So gelingen bessere Handyfotos
Starker Digitalzoom ist meist keine gute Idee: Die Sonne erscheint zwar größer, die Bildqualität leidet jedoch deutlich. Spektakulärer können Aufnahmen wirken, wenn Landschaften, Gebäude oder Menschen in das Motiv eingebaut werden. Auch ein kleines Stativ kann helfen, Verwacklungen zu vermeiden. Zusätzlich sollte die Belichtung heruntergeregelt werden, damit die Sonne auf dem Foto nicht nur als greller weißer Fleck erscheint.
Die Augen sind wichtiger als jedes Foto
Noch wichtiger als der Schutz des Smartphones ist der Schutz der Augen. Während der partiellen Phase darf man niemals ohne geeignete Sonnenfinsternisbrille direkt in die Sonne schauen. Normale Sonnenbrillen bieten keinen ausreichenden Schutz. Auch durch Kameras, Ferngläser oder Teleskope darf die Sonne niemals ohne dafür vorgesehenen Sonnenfilter betrachtet werden. Die gebündelten Strahlen können schwere Augenverletzungen verursachen.
Und bei aller Jagd nach dem perfekten Schnappschuss gilt: Das Handy ruhig auch einmal zur Seite legen. Denn eine Sonnenfinsternis erlebt man schließlich nicht jeden Tag.















































